Eine Wohnung erwartet uns bei Gott

Feierliche Exequien für Diakon Gerhard Krombusch

Zahlreiche Gläubige, Angehörige, Weggefährten und Kollegen feierten im Hohen Dom die Exequien für den am 1. November verstorbenen Diakon Gerhard Krombusch. Dompropst Monsignore Joachim Göbel stand dem Gottesdienst vor.pdpPaderborn, 9. November 2016. Am 1. November 2016 verstarb Diakon Gerhard Krombusch. Im Alter von fast 63 Jahren wurde der Direktor des Instituts für Religionspädagogik und Medienarbeit im Erzbistum Paderborn von Gott, dem Herrn über Leben und Tod, unerwartet in sein Reich des ewigen Friedens gerufen. Zahlreiche Gläubige, Angehörige, Weggefährten und Kollegen, feierten im Hohen Dom zu Paderborn am Mittwoch, 8. November 2016, die Exequien für den verstorbenen stellvertretenden Leiter der Hauptabteilung Schule und Erziehung. Dompropst Monsignore Joachim Göbel stand dem Requiem vor. „Auferstehung bedeutet, neu zu werden mit dem, was mich einzigartig macht und an dem man mich erkennt: die Beziehung zu den Menschen und der prägende Weg durch diese Lebenszeit. Wir werden uns wieder sehen, wieder erkennen und zusammen sein“, sagte der Leiter der Hauptabteilung Schule und Erziehung in seiner Predigt.      

Menschliches Leben sei geprägt von der Suche danach, wohin man gehöre, führte Dompropst Monsignore Göbel in seiner Predigt aus. Ganz dem Menschen entsprechend werde ein Netz von Beziehungen geknüpft, das halte und trage. Auch der Glaube sei eine Suchbewegung. Er verändere sich immerfort, in jeder Lebensphase müsse er neu erworben werden, neu gedacht, gefühlt und neu formuliert. Dompropst Göbel fuhr fort: „Eine Wohnung erwartet uns – ein Platz, an dem alle Ruhelosigkeit und Heimatlosigkeit, alles Hin- und Herflattern von Herz und Geist ein Ende haben wird.“ „Wohnen können“ bedeute, geborgen zu sein, zu wissen, wo man hingehöre.  

Ein Lebensthema von Gerd Krombusch sei es gewesen, die Herrlichkeit Gottes in allem Geschaffenen, vor allem in der Kunst zu entdecken und zum Leuchten zu bringen, sagte Dompropst Monsignore Joachim Göbel in seiner Predigt.pdp„Unsere Toten sind auf dem Weg zu sich selbst bei Gott. Deshalb können wir sie begleiten durch unser Gebet. Sie spüren es und werden wie in diesem Leben gestärkt und erfreut durch die Nähe, die wir ihnen schenken, erfreut durch die Verbindung, die bleibt, die über die Grenze des Todes hinweg greift“, so Dompropst Göbel weiter. Der Himmel, das himmlische Jerusalem komme von Gott her auf den Menschen herab, er müsse nicht hinaufsteigen, er sei Geschenk, Gnade. Der Hohe Dom zu Paderborn und jede andere Kirche wolle ein Abbild für das himmlische Jerusalem sein, ein Hinweis und ein Vorgeschmack dafür, erläuterte der Dompropst. Und eben an diesen Dom habe der verstorbene Gerd Krombusch „sein Herz verloren“: „An Gerd Krombusch konnte man die Wirkung von Schönheit ablesen. Er konnte eine Figur, ein Fenster, ein Bild zum hundertsten Mal erklären und deuten, und hatte dabei die Begeisterung in den Augen und der Stimme, als würde er es gerade erst mit seinen Zuhörern zum ersten Mal entdecken.“ Ein Lebensthema von Gerd Krombusch sei es gewesen, die Herrlichkeit Gottes in allem Geschaffenen, vor allem in der Kunst zu entdecken und zum Leuchten zu bringen. „Am Ende werden wir mit Gerd Krombusch zusammen nicht mehr deuten und erklären müssen, nicht mehr fragen, vielmehr nur noch genießen, erkennen, eingehen in diese Schönheit und in ihr aufgehen.“  

Der Sarg mit dem Verstorbenen war während des Gottesdienstes vor dem Altar des Paderborner Domes aufgestellt. Im Hinblick darauf und die vom Altar bildlich im Teppich zur Gemeinde, in die Welt hinaus ausgehenden Wasserströme, sagte Dompropst Göbel zum Abschluss seiner Predigt: „Dieser Strom erreicht unsere Verstorbenen, erreicht Gerd Krombusch, lässt sein Leben vor Gott Früchte tragen und macht es heil und gesund.“  

Am Ende des Gottesdienstes begleiteten die Priester, Diakone und die Familienangehörigen den Sarg von Gerd Krombusch zum Paradiesportal des Paderborner Domes.pdpDompropst Monsignore Joachim Göbel stand dem Gottesdienst vor, es konzelebrierten Domkapitular em. Prälat Theodor Ahrens, Domkapitular Dr. Thomas Witt und Pfarrer Dr. Andreas Schottek. Kollegen von Gerhard Krombusch trugen im Gottesdienst Fürbitten vor. Am Ende der Heiligen Messe wurde der Sarg mit dem Verstorbenen durch das Paradiesportal des Paderborner Domes hinausgeleitet. Die Urnenbeisetzung findet im Kreis der Familie statt. Am Vorabend wurde das Totengebet für Diakon Gerhard Krombusch im Hohen Dom zu Paderborn gebetet.      

Gerhard Krombusch begann am 1. September 1978 seine Tätigkeit als Assistent des Abteilungsleiters in der religionspädagogischen Abteilung der Hauptabteilung Schule und Erziehung im Erzbischöflichen Generalvikariat. Zu seinen Aufgaben gehörte die Mitarbeit bei der Organisation und Durchführung von Lehrerfortbildungen. Von 1987 bis 1989 war er im Institut für Lehrerfortbildung in Essen-Wehrden als Referent tätig. Er kehrte anschließend in den Dienst des Erzbistums Paderborn zurück und wurde in der Hauptabteilung Schule und Erziehung mit dem Schwerpunkt Religionspädagogik an Grund- und Sonderschulen eingesetzt.  

Kollegen des verstorbenen Diakon Gerhard Krombusch trugen im Gottesdienst Fürbitten vor.pdp1992 übernahm Gerhard Krombusch die Leitung des Referates Religionspädagogik. Ein Jahr später wurde er zusätzlich mit der Leitung des Instituts für Religionsunterricht und Katechese im Erzbistum Paderborn beauftragt. Zum 1.7.1994 übernahm er die Leitung der Abteilung Religionspädagogik. Im Jahr 2009 wurde Krombusch zum Direktor des Instituts für Religionspädagogik und Medienarbeit im Erzbistum Paderborn ernannt. Im Oktober 2010 erfolgte die Ernennung zum ständigen Vertreter des Leiters der Hauptabteilung Schule und Erziehung im Erzbischöflichen Generalvikariat. Zu seinen Aufgaben gehörte auch die Vertretung der Hauptabteilung in zahlreichen Gremien und Konferenzen im Erzbistum Paderborn und darüber hinaus.  

Im Jahr 1994 empfing Gerhard Krombusch die Diakonenweihe.  

Mit großem Engagement, Kompetenz, Geschick und Kreativität hat Gerhard Krombusch in Zuverlässigkeit seine Aufgaben wahrgenommen. Sein freundliches, optimistisches und motivierendes Wesen, seine stete Hilfsbereitschaft und Kollegialität werden in bleibender Erinnerung sein.  

Gerhard Krombusch hat sich im besonderen Maß für den Paderborner Dom eingesetzt. Er hat zahlreiche Gruppen durch das Gotteshaus geführt und neue Konzepte für Führungen mitentwickelt und inspiriert. Durch seine Mitarbeit bei den Kirchenführer-Schulungen sind zahlreiche ehrenamtliche Domführer ausgebildet worden. Zudem hat er zahlreiche Texte über den Paderborner Dom geschrieben und viele Publikationen gehen auf ihn zurück.