Diaspora-Aktion 2016: "Unsere Identität: Barmherzigkeit"

Plakat Das gezeichnete Motiv zur Diaspora-Aktion zeigt Menschen unterschiedlicher Herkunft, die sich an den Händen halten, füreinander da sind und so ein Herz bilden. Das Herz steht für die Barmherzigkeit Gottes, der sein Herz an die Menschen verschenkt hat und durch das Evangelium Orientierung gibt. Alle miteinander leben sie ihre christliche Identität und schenken Gemeinschaft. Doch das Herz ist nicht ganz geschlossen. Erst wenn auch Außenstehende in der Gemeinschaft aufgenommen werden, kann ein vollständiges Herz entstehen. Gerade unsere Schwestern und Brüder in der Diaspora – die ihren Glauben in einer extremen Minderheit leben – sehnen sich nach Gemeinschaft.BonifatiuswerkPaderborn, 4. November 2016. Am einmal jährlich stattfindenden "Diaspora-Sonntag", dem dritten Sonntag im November, sammeln die Katholiken in den Gottesdiensten im Rahmen einer bundesweiten Kollekte für die Belange katholischer Christen, die in einer extremen Minderheitensituation ihren Glauben leben.

Im Jahr 2016 findet der Diaspora-Sonntag bundesweit am 20. November statt. Dabei lautet das Motto der Diaspora-Aktion „Keiner soll alleine glauben. Unsere Identität: Barmherzigkeit.“ Feierlich eröffnet wird die Aktion am 06. November im Dom zu Unserer Lieben Frau und in der Karmelitakirche in München.

Was unterscheidet uns – als Christen – von unseren Mitmenschen? Was ist unser „Markenkern“? Oder anders gefragt: Was ist unsere Identität?

Gerade in der Diaspora, wo Christen als Minderheit unter Anders- und Nichtgläubigen leben, stellt sich diese Frage in verschärftem Maße. Die Diaspora-Aktion 2016 nimmt Orte und Situationen in den Blick, in denen Menschen sich barmherzig für andere einsetzen. So ist das Engagement für Sterbende und deren Angehörige in Hospizen ein Zeichen gelebter Barmherzigkeit und Solidarität. Andere solcher Zeichen finden sich dort, wo Menschen den Neubau oder die Instandhaltung von Kirchen und Gemeinderäumen fördern; wo Menschen mithelfen, weite Wege zueinander und zum Gottesdienst zu überwinden; wo Menschen sich für die Weitergabe des Glaubens einsetzen.