Kirchensteueraufkommen im Dekanat Waldeck entwickelt sich positiv

Kirchensteuerbeirat für den im Land Hessen gelegenen Anteil des Erzbistums Paderborn behält Hebesatz von neun Prozent bei

Der Kirchensteuerbeirat für den im Lande Hessen gelegenen Teil des Erzbistums Paderborn hat den Hebesatz für die Kirchensteuer unverändert auf neun Prozent der Einkommensteuer festgesetzt. V.l.n.r.: Reinold König, Dechant Bernd Conze, Generalvikar Alfons Hardt, Dirk Wummel, Heinz Merl.pdpPaderborn, 4. November 2016. Der Kirchensteuerbeirat für den im Land Hessen gelegenen Anteil des Erzbistums Paderborn wirkt mit bei der Aufstellung des Gesamthaushaltes der Kirchengemeinden im hessischen Gebietsanteil des Erzbistums, bei der Festsetzung des Hebesatzes für die Kirchensteuer sowie bei der Bewilligung außerordentlicher Zuschüsse aus Kirchensteuermitteln. Das für das katholische Dekanat Waldeck zuständige Gremium besteht aus fünf Personen: Generalvikar Alfons Hardt, Finanzdezernent Dirk Wummel als Leiter der Hauptabteilung Finanzen im Erzbischöflichen Generalvikariat, Dechant Bernd Conze (Korbach), Reinold König (Korbach-Niederschleidern) und Heinz Merl (Korbach).

In seiner letzten Sitzung verabschiedete das für die Kirchengemeinden und Katholiken des katholischen Dekanates Waldeck zuständige Gremium die Rechnungslage 2015 für den in Hessen gelegenen Gebietsanteil des Erzbistums. Der Kirchensteuerbeirat billigte auch die von den Mitarbeitern des Erzbischöflichen Generalvikariates vorgelegte Teilergebnisplanung 2017 für den hessischen Gebietsanteil. Gemeinsam wurde der Hebesatz für die Kirchensteuer für das Veranschlagungsjahr 2017 unverändert auf neun Prozent der Einkommensteuer festgesetzt.

Das Gremium beriet auch die positive Entwicklung des Kirchensteueraufkommens im laufenden Jahr: Bezogen auf die ersten neun Monate des Jahres 2016 wurden über das Finanzamt Korbach-Frankenberg für den hessischen Gebietsanteil des Erzbistums Paderborn Kirchensteuern für die Katholische Kirche in Höhe von 1.960.489 Euro vereinnahmt. Somit wurde das Vorjahresergebnis im Vergleichszeitraum um 3,9 Prozent übertroffen. Auch im längerfristigen Vergleich entwickelte sich das Kirchensteueraufkommen im hessischen Gebietsanteil oberhalb der Steuererträge im nordrhein-westfälischen Teil des Erzbistums Paderborn. Die Vertreter aus dem Dekanat Waldeck erläuterten, dass sich der regionale Arbeitsmarkt unverändert robust zeige: Beispielsweise habe die Arbeitslosenquote in Waldeck-Frankenberg im September 2016 mit 3,9 Prozent ein so niedriges Niveau erreicht, wie schon seit vielen Jahren nicht mehr. Auch der hohe Bestand offener Stellen dokumentiere die gute wirtschaftliche Dynamik im Dekanat Waldeck.

Der Generalvikar und der Leiter der Hauptabteilung Finanzen im Erzbischöflichen Generalvikariat gehören dem Kirchensteuerbeirat für das Land Hessen aufgrund ihres Amtes an. Erzbischof Hans-Josef Becker beruft auf jeweils fünf Jahre einen amtierenden Pfarrer aus dem Dekanat Waldeck sowie zwei weitere Mitglieder aus dem in Hessen liegenden Teil des Erzbistums Paderborn. Der Kirchensteuerbeirat für den im Land Hessen gelegenen Teil des Erzbistums Paderborn tagt als einzelnes Gremium, die Mitglieder nehmen aber seit Jahren als Gäste auch an den Beratungen des Kirchensteuerrates für den nordrhein-westfälischen Gebietsanteil des Erzbistums Paderborn teil.