„Faszination Libori“ in 90 Minuten

Premiere des neuen Films von Peter Schanz am Sonntag um 19 Uhr in der Kaiserpfalz. Eintritt frei. - Interview mit einem Kenner

\"Libori\" - der neue Film von Peter Schanz.pdp Paderborn, 26. Oktober 2016. Die Faszination „Libori“ in 90 Minuten. Ein Kenner des Paderborner Volksfestes, Filmemacher Peter Schanz, hat es geschafft, das außergewöhnliche Fest von „Kirche, Kirmes und Kultur“ in seinem neuesten Film kurzweilig und informativ festzuhalten. Am Sonntag, 30. Oktober 2016, feiert der „Libori-Film“ Premiere und wird der interessierten Öffentlichkeit in der Kaiserpfalz ab 19 Uhr vorgestellt.

„Libori“ zählt zu den größten und ältesten Volksfesten Deutschlands. Einem Paderborner das Fest zu erklären, hieße Eulen nach Athen tragen. Doch längst ist „Libori“ ein Fest, das mit seiner faszinierenden Mischung aus kirchlichen Feierlichkeiten und weltlichen Vergnügen zu einem Begriff geworden ist, und in seiner Einzigartigkeit einen Namen hat. Peter Schanz hat sich neun Tage zu „Libori“ auf die Motivsuche gemacht, bunte Bilder „gesammelt“, Prominente, Typen und Besucher vor die Kamera bekommen und seine Eindrücke zusammengefasst.

In 90 spannende Minuten bleiben dem Insider bunte Erinnerungen. Der Außenstehende erhält umfassende und zugleich kurzweilige Informationen über die Faszination „Libori“. Beeindruckende Zeremonien und Prozessionen lassen Geschichte lebendig werden, ein buntes Markt- und Kirmestreiben mit vielen kulturellen Höhepunkten lädt zum Feiern ein. „Libori ist ein Fest, zu dem alle Menschen über alle Grenzen hinweg eingeladen sind, weil es Kirche und Welt verbindet“, weiß Peter Schanz, dass Libori drei Elemente verbindet: Kirche, Kirmes und Kultur.

Das Libori-Fest hat einen religiösen Ursprung und erinnert an die Ankunft der Gebeine des Heiligen Liborius, des Schutzpatrons des Doms, des Bistums und der Stadt, im Jahr 836. Damit wurde auch die Städtepartnerschaft zwischen dem französischen Le Mans und Paderborn gegründet. Während des Triduums – der Schreinerhebung, Schreinausstellung und Schreinbeisetzung – wird die Verbundenheit der Paderborner zu ihrem Schutzpatron in jedem Jahr zu „Libori“ sichtbar. Die machtvollen Klänge des Libori-Tusches begleiten die Feierlichkeiten im Hohen Dom zu Paderborn, der sich über ein "volles Haus" freut.

Die kirchlichen Feiern auf der einen Seite, das turbulente Treiben in der Innenstadt und am Libori-Berg auf der anderen Seite. Peter Schanz hat die großen, aber auch die vielen kleinen Besonderheiten von „Libori“ festgehalten: Den familiären Pottmarkt rings um den Dom mit seinen Verkaufsständen, die gemütlichen Missionsgärten an Konrad-Martin-Haus und Johannes-Hatzfeld-Haus. Den lärmenden Kirmestrubel auf dem Libori-Berg mit spannenden Kamerafahrten durch die Fahrgeschäfte. Die Stimmung an der Almhütte. Und was haben Offizielle, Ehrenamtliche, Geistliche, Laien und einfach nur Besucher zu sagen: „Faszination Libor“ ist der Rote Faden aller Statements.

„Libori“ von Peter Schanz gibt nicht nur kurzweilige Einblicke, sondern machet schon wieder Vorfreude auf das nächste Libori-Fest. Am Sonntagabend können sich die Zuschauer in der „Kaiserpfalz“ selbst in diese Stimmung bringen – die fünfte Jahreszeit von Paderborn in 90 Minuten.

 Info:

Die Vorführung in der Kaiserpfalz beginnt am Sonntag, 30. Oktober 2016, um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei. Die DVD ist nach der Premiere für 14,90 Euro u.a. in der Bonifatius-Buchhandlung und bei Linnemann-Bücher erhältlich (ISBN 978-3-00-054450-7)

 

Ein Vorgeschmack hier: TRAILER zum Fim

 

Paderborner Filmemacher Peter Schanz im Interview:

"Das Libori-Fest begleitet mich ein Leben lang“

Paderborn. Der Paderborner Peter Schanz hat viele Facetten: Drehbuchautor, Kameramann, Cutter, Regisseur, Sänger und Musiker. Zusammen mit seiner Frau Anke Schanz hat er zahlreiche Filme produziert. Am Sonntag feiert sein neuestes Werk „Libori – Kirche, Kirmes, Kultur“ Premiere in der Kaiserpfalz Premiere. In einem Kurzinterview gibt er Auskunft.

Herr Schanz, 90 spannende Minuten über das Libori-Fest erwarten den Zuschauer - Wieviele Stunden haben Sie gedreht? Wievel Giga-Bytes Filmmaterial sind zusammengekommen, aus dem Sie aussuchen konnten?

Paderborner Filmemacher Peter Schanz.pdp Neun Tage Libori-Einsatz von morgens bis abends ergaben rund 20 Stunden Rohfilm-Material in Full-HD. Das Endergebnis von 90 Minuten passt komprimiert auf eine 4,7 GigaByte DVD. Im unkomprimierten Originalzustand - auf USB-Stick als AVI-Datei - komme ich auf knapp 15 GB. Das heißt umgerechnet: 20 Stunden Film gleich 200 GB. Das hört sich nicht weiter schlimm an, erfordert aber wochenlanges "Gestalten". Wie platziere ich aus dem Wust von Aufnahmen was wann wohin kommt, damit eine unterhaltsame, abwechslungsreiche Dokumentation entsteht? Ich führte allein über zwanzig Interviews mit Prominenten und Normalbürgern. Die von mir verfassten Texte sollten diese nahtlos ein- und ableiten, ohne dass Brüche im Filmfluss entstehen. Das erfordert viel Zeit, manchmal auch Kopfzerbrechen.

Blieb dabei noch Zeit für einen privaten Besuch beim Libori-Fest 2016? Was waren Ihre persönlichen Highlights? 

"Privat“ war gar nicht drin - höchstens mal ein bisschen in den Pausen zwischen den Drehs. Ausruhen, viel Kaffee trinken, ab und zu 'ne Bratwurst - das war's auch schon. Da wir einem Terminplan folgten - vorher stets akribisch ausgearbeitet -, hieß es ständig zwischen Dom, Pottmarkt und Liboriberg hin und her zu pendeln. Und wenn es abends nach Hause ging, wurde das Material gesichtet, um festzustellen, ob etwaige Nachdrehs erforderlich wurden. Nächstes Jahr bleibt wieder Zeit für einen privaten Libori-Bummel.

Sie sind ein Kenner von Libori mit "Kirche, Kirmes und Kultur". Bringen Sie "Libori" in einem Satz auf den Punkt?  

„Libori“ auf den Punkt zu bringen ist Absicht des Films - obwohl es da mindestens weiterer 90 Minuten bedürfte. Für mich als Ur-Paderborner ist es ein Fest, das mich mit all seinen Facetten ein Leben lang begleitet hat - herbei gesehnt, wenn es nahte, betrauert, wenn es vorbei war. Ein Stück Paderborn eben. Wo sonst, wenn nicht hier, hat der Begriff Ausnahmezustand vollste Berechtigung?!