Original der monumentalen Hand Kaiser Konstantins kommt 2017 nach Paderborn

Kapitolinische Museen und Diözesanmuseum Paderborn unterzeichnen Leihvertrag für Ausstellung „WUNDER ROMs im Blick des Nordens“

Bild: Zwei Männer betrachten eine riesige weiße Hand-Skulptur Prof. Dr. Christoph Stiegemann, Direktor des Diözesanmuseums Paderborn, trifft Prof. Dr. Claudio Parisi Presicce, den Direktor der Musei Capitolini, vor einem spektakulären Exponat. Es ist die Hand der Kolossalstatue des Kaisers Konstantin aus dem 4. Jh. n. Chr. Ab 31. März 2017 ist sie in der Ausstellung WUNDER ROMS in Paderborn zu sehen.Diözesanmuseum Paderborn Paderborn/Rom 14. Oktober 2016. Es ist besiegelt: Mit der heutigen Unterzeichnung des Leihvertrags zwischen den Kapitolinischen Museen in Rom und dem Diözesanmuseum Paderborn stellt das römische Museum drei seiner hochkarätigen Hauptwerke für die Paderborner Ausstellung „WUNDER ROMs im Blick des Nordens“ zur Verfügung (31.3.-13.8.2017). Es handelt es sich um keine geringeren Stücke als das Original der monumentalen rechten Hand der Kolossalstatue von Kaiser Konstantin, das erstmals überhaupt in Deutschland gezeigt wird, die legendäre Bronzekugel des vatikanischen Obelisken und den imposanten Marmorkopf eines der Söhne Konstantins. Sie alle befinden sich in den Kapitolinischen Museen und zählen zu den wohl bekanntesten Attraktionen der römischen Sammlung. Seit Jahrhunderten sind sie Ziel tausender Rom-Reisender.

Ein Koloss als Zeichen der Macht

Die berühmte marmorne Hand besitzt eine Höhe von 1,70 Metern. Sie gehörte zu der 15 Meter hohen kolossalen Sitzstatue, die Kaiser Konstantin als Zeichen seiner Macht errichten ließ, nachdem er Maxentius 312 n. Chr. in der historisch bedeutsamen Schlacht an der Milvischen Brücke besiegt hatte. In den folgenden Jahrhunderten zerstört und vergessen, gelangten die Fragmente, darunter auch der riesige Kopf und der Fuß der Statue, erst 1486 wieder ans Licht.

Exponate von Weltrang

„Es ist für uns eine große Ehre und ein außerordentlicher Vertrauensbeweis, dass die römischen Kollegen der Kapitolinischen Museen uns diese Exponate von Weltrang für unsere WUNDER ROMs-Ausstellung ausleihen“, freut sich Prof. Dr. Christoph Stiegemann, Direktor des Diözesanmuseums Paderborn. Vorausgegangen waren intensive Leihverhandlungen zwischen dem Paderborner und dem Römischen Museum. „Diese wunderbaren Zusagen sind nicht zuletzt auch die Frucht der guten Zusammenarbeit bei unseren vergangen Ausstellungen, etwa ,CREDO – Christianisierung Europas im Mittelalter‘ 2013 oder ,CARITAS – Nächstenliebe von den frühen Christen bis zur Gegenwart‘ 2015“, ergänzt Stiegemann.

Die Faszination der ewigen und heiligen Stadt

Die große Sonderausstellung im Diözesanmuseum Paderborn, „WUNDER ROMs im Blick des Nordens – Von der Antike bis zur Gegenwart“, widmet sich der ungebrochenen Faszination, die die ewige und heilige Stadt seit Jahrhunderten ausübt. Auf den Spuren der Rom-Reisenden – darunter Pilger, Kaiser, Philosophen, Literaten und Künstler – schlägt sie einen Bogen von der Antike und dem Mittelalter bis zur zeitgenössischen Foto- und Videokunst. Neben Schätzen aus Museen des Vatikan und des Römischen Kapitol sind wertvolle Exponate aus renommierten Museen und Bibliotheken in ganz Europa und den USA zu sehen, darunter kostbare mittelalterliche Manuskripte, Architekturfragmente, Schatzkunst sowie Graphiken, Skulpturen und Fotografien bedeutender Künstler des Nordens.

Die Schirmherrschaft für die Ausstellung haben Gianfranco Kardinal Ravasi, Präsident des päpstlichen Rates für Kultur und Monika Grütters, Staatsministerin für Kultur und Medien, übernommen.

Mehr über die kommende Ausstellung erfahren Sie unter www.wunder-roms.de