45 Jahre Pauluskolleg in Paderborn

Domkapitular Msgr. Andreas Kurte feierte anlässlich des 45-jährigen Bestehens des Pauluskollegs mit der Hausgemeinschaft die Heilige Messe.Foto: PauluskollegPaderborn, 13. Oktober 2016. Seit 45 Jahren werden angehende Gemeinde- und Pastoralreferentinnen und -referenten in Paderborn ausgebildet. Vor wenigen Tagen wurde dieses „Jubiläum“ im Pauluskolleg gefeiert, wo die jungen Menschen während ihrer Ausbildung leben.  

Am Montag dieser Woche, dem 45. Geburtstag des Pauluskollegs, feierte Domkapitular Monsignore Andreas Kurte, Leiter der Zentralabteilung Pastorales Personal im Erzbischöflichen Generalvikariat Paderborn, mit den Studierenden, der Hausleitung und weiteren Gästen die Heilige Messe in der Kapelle des Pauluskollegs. In seiner Predigt ging er auf den Auftrag des Pauluskollegs ein und unterstrich diesen mit vier Gedanken. „Für Menschen, die sich auf einen pastoralen Dienst vorbereiten, ist die Beschäftigung mit der eigenen Person, mit den eigenen Schwächen und Stärken, mit der eigenen Gottesbeziehung und mit der Fähigkeit, in einem Team zusammenzuarbeiten, von entscheidender Bedeutung“, so Msgr. Kurte. Neben der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit den Fächern der Theologie an der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen (KatHO) am Standort Paderborn sei das Leben im Pauluskolleg ein prägender Bestandteil in der Ausbildung des pastoralen Personals.  

Gratulation (v.l.): Studierendenpfarrer Niels Petrat, Simone Kornalewski, Prof. Dr. Christiane Koch, Benedetta Michelini, Prof. Dr. Bergit Peters, Anna Mühlberger und Prof. Dr. Kai Gallus Sander.Foto: PauluskollegMsgr. Andreas Kurte brachte seine Dankbarkeit darüber zum Ausdruck, dass die jungen Menschen sich besonders in Zeiten des Wandels in Kirche und Gesellschaft bewusst dafür entscheiden, in den pastoralen Dienst zu gehen und so im Dienst an den Menschen tätig zu werden. Den Studierenden wünschte er gutes Gelingen im neu gestarteten Semester und dem Haus weiterhin ein segensreiches Wirken.  

Studierendenpfarrer Niels Petrat und Referentin Simone Kornalewski von der Katholischen Hochschulgemeinde Paderborn sowie Dekan Professor Dr. Kai Gallus Sander vom Fachbereich Theologie an der KatHO Paderborn überbrachten dem Pauluskolleg ihre Glückwünsche zum Geburtstag und verliehen ihrer Freude über die gemeinsame Kooperation Ausdruck.  

Zur Zeit wohnen Studierende aus den (Erz-)Bistümern Aachen, Berlin, Dresden-Meißen, Essen, Fulda, Hamburg, Hildesheim, Köln, Magdeburg, Münster, Osnabrück und Paderborn im Pauluskolleg. Zur Hausleitung gehören Direktorin Benedetta Michelini, Gemeindereferentin Anna Mühlberger als Referentin für Theologie, Öffentlichkeitsarbeit und Soziales und Spiritual Dr. Andreas Rohde. Schwerpunkte der Ausbildung im Pauluskolleg sind die Förderung der Persönlichkeitsentwicklung und der Gemeinschaftsfähigkeit sowie die Formung der eigenen Spiritualität.  

Hintergrund: Ein Blick auf 45 Jahre Pauluskolleg  
Im Jahr 1971 wirkte Studienrat Ulrich Wagener als Leiter des vom Erzbistum Paderborn im Jahre 1968 ins Leben gerufenen Instituts für Religionspädagogik an der Leostraße 7, das gleichzeitig ein Internatsbetrieb für die Studierenden beherbergte. Dieses Institut wurde 1971 mit der Gründung der Katholischen Fachhochschule NRW aufgelöst. Am Aufbau des dort neu errichteten Fachbereichs Theologie wirkte Studienrat Wagener maßgeblich mit. Ihm war es ein großes Anliegen, dass die Studierenden weiterhin zusammen wohnten, weshalb er sich beim Erzbischöflichen Generalvikariat dafür einsetzte. Die Studierenden zogen daraufhin in die oberen Etagen des Erzbischöflichen Priesterseminars. Als in den achtziger Jahren die Zahl der Priesteramtskandidaten wieder wuchs, zog das Pauluskolleg – so hieß mittlerweile das neue Wohnheim für die Studierenden – in das Josephshaus am Busdorfwall 3 ein. Ende des letzten Jahrtausends wurden die Räumlichkeiten dort zu eng, so dass das Erzbistum das Altenzentrum St. Veronika an der Husener Straße 43 kaufte und es sanierte. Im Oktober 2001 wurde das Gebäude vom Pauluskolleg bezogen.      

Text: Benedetta Michelini