Energieoffensive im Erzbistum Paderborn schafft Vernetzungsmöglichkeiten

Treffen von Energiebeauftragten aus den Kirchengemeinden des Erzbistums

Die Energieoffensive im Erzbistum Paderborn ist ein Erfolg: Energiebeauftrage aus dem ganzen Erzbistum Paderborn trafen sich in Paderborn zu einem Vernetzungstreffen.pdpPaderborn, 5. Oktober 2016. Die „Energieoffensive im Erzbistum Paderborn“ mit dem Leitwort „Ressourcen schonen. Schöpfung bewahren.“ läuft mit großem Erfolg: So erfolgte jetzt der Startschuss für den vierten Pool an kirchlichen Gebäuden, für die ein Energiegutachten erstellt wird. Und im Förderprojekt „Energiegutachten für betriebsnotwendige Gebäude“ steigt die Anzahl der ehrenamtlichen Energiebeauftragten aus den Kirchengemeinden weiter kontinuierlich. „Wir sind stolz auf die gute Resonanz, die wir mit unserer Initiative und unseren Angeboten in den Gemeinden des Erzbistums Paderborn haben“, freuen sich Diplom-Ingenieurin Katrin Käuper und Diplom-Ingenieur Nikolas Müller von der Fachstelle „Energieoffensive“ im Bauamt des Erzbischöflichen Generalvikariates.      

Bei der Auftaktveranstaltung für die neuen Energiebeauftragten aus den Kirchengemeinden des Erzbistums wurden diese auf das anstehende Projekt vorbereitet: Jeder Teilnehmer konnte ein umfangreiches Starterpaket entgegen nehmen, das den Einstieg in das Projekt und in das Thema Energie erleichtert. Dieses Starterpaket hat einen doppelten Nutzen, denn es ist relevant für die Kirchengemeinde, die Empfehlungen und Tipps können aber auch in den eigenen vier Wänden angewandt werden.  

Das Projektbüro ENAKON, das als Projektsteuerer die Fachstelle Energieoffensive im Erzbistum Paderborn unterstützt, stellte bei dem Treffen der Energiebeauftragten die Ergebnisse der im Jahr 2016 erarbeiteten 100 Energiegutachten vor. Anhand eines Vergleichs ermittelter Energiekennwerte über verschiedene Gebäudetypen (Kirche, Pfarrheim, Pfarrhaus) kann den im Erzbistum bislang untersuchten Gebäuden ein leicht besseres Abschneiden als den von der Energieagentur NRW landesweit ermittelten Werten bescheinigt werden. Werden die bislang erstellten 300 Energiegutachten betrachtet, konnte eine mögliche Energieeinsparung von 3,9 Millionen kWh/a mit einer Kostenreduktion von rund 235.000 Euro identifiziert werden.  

Neben der Vorstellung der Fachstelle Energieoffensive im Erzbischöflichen Generalvikariat und der Projektbeteiligten konnten sich die Ehrenamtlichen durch Informationen zum Projektablauf ein Bild davon machen, was in Sachen Energieeffizienz zu tun ist und wen sie bei aufkommenden Fragen ansprechen können. Der anschließende Impulsvortrag von Christian Dahm von der Energieagentur NRW gab zahlreiche Anregungen und Ideen, mit welchen Fragestellungen ein Gebäude in Augenschein genommen werden kann und sollte. Dahm: „Wichtig ist die Gewissheit, dass nicht immer zwingend spezifisches technisches Fachwissen gefragt ist, sondern oftmals reicht der reine Menschenverstand aus, um Dinge, die schon immer so waren, einmal gezielt zu hinterfragen.“  

Im Gespräch und Austausch konnte das Gelernte auf die eigene Kirchengemeinde übertragen werden. „Das Netzwerken wird oft unterschätzt. Der Mehrwert stellt sich für die Teilnehmer aber sehr schnell ein. Denn zu hören, wie andere gewisse Probleme angegangen sind, hilft sehr dabei, auch die eigenen lösen zu können“, so Diplom-Ingenieur Nikolas Müller von der Fachstelle Energieoffensive.  

Durch Berichte von bereits erfahrenen Energiebeauftragten konnten die „Neuen“ von den bereits gemachten Erfahrungen profitieren: Sie informierten an Stellwänden und Plakaten über bereits erfolgreich durchgeführte oder geplante Energiespar-Projekte, beispielsweise Beleuchtungssanierungen in Kirchen, die Einrichtung sogenannter „Werktagskapellen“, Programme  zur PC-gesteuerten Pfarrheimbeheizung. Die Referenten der Fachstelle Energieoffensive stellten darüber hinaus das neu aufgesetzte Energiemanagement vor und berichteten über die neuen Förderrichtlinien: Alle Gebäude, die am Förderprojekt teilgenommen haben, können bei Maßnahmenumsetzung mit einer erhöhten finanziellen Förderung durch das Erzbistum Paderborn bezuschusst werden.  

Den Energiebeauftragten wurde empfohlen, die als wirtschaftlich dargestellten Maßnahmen auch kurzfristig umzusetzen. Bauliche Maßnahmen erwiesen sich dabei zum größten Teil nur im Zusammenhang mit anstehenden Renovierungsarbeiten als sinnvoll.  

Eine weitere Auftaktveranstaltung findet in Meschede am 19. November 2016 statt. Informationen zum Ablauf und zur Anmeldung sind auf der Seite www.energieoffensive-erzbistum-paderborn.de zu finden.