Wärmende Winterjacken für 5.000 Kinder

Erzbistum Paderborn unterstützt Hilfsprojekt in Syrien mit 30.000 Euro aus Katastrophenfonds

Domkapitular Dr. Thomas Witt, Vorsitzender des Diözesan-Caritasverbandes und Flüchtlingsbeauftragter des Erzbistums Paderborn, traf im Frühjahr 2016 mit Schwester Annie Demerjian in Beirut zusammen.Foto: cpd/BarjosefPaderborn, 16. September 2016. Seit 2011 herrscht Bürgerkrieg in Syrien. Unter den Folgen der großen Zerstörungen leiden vielfach auch Kinder. Auf Initiative von Ordensschwestern in Aleppo werden jetzt für 5.000 Mädchen und Jungen Anoraks produziert, damit die Kinder im bevorstehenden Winter vor der Kälte geschützt sind. Das Erzbistum Paderborn unterstützt die Aktion mit 30.000 Euro aus dem Katastrophenfonds.      

Schwester Annie Demerjian RJM von den Schwestern Jesu und Mariens engagiert sich in Aleppo, der am stärksten umkämpften Stadt Syriens, unter gefährlichen Bedingungen für die Menschen vor Ort. Gemeinsam mit ihren Mitschwestern und einem Netz aus Ehrenamtlichen versorgt sie dort Hunderte Familien mit Lebensmitteln, Kleidung und Strom. In Aleppo sind Millionen Menschen von der Versorgung mit Wasser und Strom abgeschnitten – gerade im kommenden Winter eine ernstzunehmende Gefahr für das Leben der Menschen dort. Aus diesem Grund hat die katholische Ordensfrau ein neues Projekt ins Leben gerufen: 5.000 Kinder sollen mit Anoraks versorgt werden, um mit wärmender Kleidung durch den Winter zu kommen. Das Erzbistum Paderborn unterstützt diese Initiative mit 30.000 Euro aus den Mitteln seines Katastrophenfonds.  

Aus seinem Katastrophenfonds leistet das Erzbistum Paderborn immer wieder unbürokratisch Hilfe. Die Gelder fließen in der Regel entweder direkt an die Bistümer der betroffenen Gebiete, deren Arbeit von den Menschen vor Ort besonders gebraucht wird, oder an Hilfsorganisationen wie die Caritas. Bereits im November 2013 hatte das Erzbistum Paderborn aus seinem Katastrophenfonds 50.000 Euro für die Opfer des syrischen Bürgerkriegs zur Verfügung gestellt.