Umsatzsteuer: Große Resonanz auf Information über Neuregelungen

Informierten die Kirchenvorstände und Außendienstmitarbeiter über die bevorstehenden Neuregelungen (v.l.): Steuerberater Christoph Beine und Wolfgang Schulte, Leiter der Stabsstelle Steuern im Erzbischöflichen Generalvikariat.Foto: Erzbistum Paderborn Paderborn, 13. September 2016. Das Thema „Veränderung in der Umsatzbesteuerung kirchlicher Körperschaften – Was ist bis wann zu tun?“ steht über einer Reihe von Informationsveranstaltungen im Erzbistum Paderborn, die großen Anklang findet: Am Samstag kamen im Bildungs- und Gästehaus Liborianum in Paderborn über 70 Kirchenvorstände und Außendienstmitarbeiter der Gemeindeverbände zusammen, um sich einen ersten Einblick über die Neuregelungen zu verschaffen.      

Die Umsatzsteuer wird zukünftig in allen Bereichen kirchlicher Körperschaften eine wesentlich umfassendere Bedeutung haben als bisher: Die Änderungen im Umsatzsteuergesetz bedeuten eine Zeitenwende in der umsatzsteuerlichen Behandlung von allen öffentlichen Körperschaften, von der auch die Kirchengemeinden betroffen sind. Die Steuerpflichten hinsichtlich sämtlicher wirtschaftlicher und vermögensverwaltender Aktivitäten werden erheblich ausgeweitet. Ab dem Jahr 2017 wird die gesetzliche Neuregelung Realität im kirchlichen Alltag. Dabei wird jedoch für die betroffenen Körperschaften eine Übergangsfrist eingeräumt: Sie können gegenüber der Finanzverwaltung erklären, den bisherigen Rechtsrahmen bis Ende 2020 fortzuführen.   

Auch wenn die konkreten Details noch nicht feststehen und von dem Optionsrecht Gebrauch gemacht wird, gilt es gleichwohl schon jetzt, sich mit den Auswirkungen des neuen Rechts auseinander zu setzen.  

Über 70 Kirchenvorstände und Außendienstmitarbeiter nutzten die Chance, sich zu informieren.Foto: Erzbistum Paderborn Die Kirchengemeinden im Erzbistum Paderborn hatten vom Erzbischöflichen Generalvikariat Paderborn bereits schriftlich einen ersten Überblick über den bevorstehenden Systemwechsel bekommen. Jetzt wurde es noch konkreter: Christoph Beine, Steuerberater und Partner der CURCACON GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, informierte die Kirchenvorstände und Außendienstmitarbeiter der Gemeindeverbände im Liborianum über die Änderungen und deren Auswirkungen auf die Praxis anhand von Beispielen aus der kirchlichen Arbeit in den Gemeinden. Daneben ging der Referent in Grundzügen auch auf die Umsatzbesteuerung im Allgemeinen sowie auf weitere steuerliche Themen ein.  

Wolfgang Schulte, Leiter der Stabsstelle Steuern in der Hauptabteilung Finanzen des Erzbischöflichen Generalvikariats, berichtete über die bisherigen Initiativen und Überlegungen zur Unterstützung der Kirchengemeinden bei den erforderlichen Umstellungsarbeiten. Auch im Rahmen des Projektes Bistumsentwicklung, das die Aneignung des Zukunftsbildes für das Erzbistum Paderborn begleitet, werden die Veränderungen mit aufgegriffen. Ziel sei es, die personellen und technischen Leistungen zur Verwaltungsunterstützung der Kirchengemeinden in den Pastoralen Räumen auch mit Blick auf die verschärfte Umsatzbesteuerung auszubauen und weiterzuentwickeln.  

Das Angebot der Stabstelle Steuern zu den Informationsveranstaltungen stößt nicht nur in Paderborn auf große Resonanz, wo sich über 70 Interessierte einfanden. Auch die vorangegangene Veranstaltung in Schwerte war gut besucht. Um es allen Verantwortlichen der Kirchenvorstände zu ermöglichen, sich über die geänderten Regelungen der Besteuerung für ihre Kirchengemeinden zu informieren, sind weitere Veranstaltungen in Olpe (17. September) und im November erneut in Paderborn (7. November) sowie in Schwerte (26. November) geplant. Anmeldungen sind weiterhin über die Stabsstelle Steuern (steuerwesen@erzbistum-paderborn.de, Telefon: 05251/125-1547) möglich.