„Man spürt den guten Geist, der an diesem Ort herrscht“

Richtfest für den Erweiterungsbau des Erzbischöflichen Priesterseminars Paderborn

Richtfest für den Erweiterungsbau des Erzbischöflichen Priesterseminars (v.l.): Zimmermann Meinolf Peters, Regens Msgr. Dr. Michael Menke-Peitzmeyer, Generalvikar Alfons Hardt und Architekt Prof. Thomas Bieling.Foto: pdp Paderborn, 6. September 2016. Es ist „Halbzeit“ an der Leostraße in Paderborn, wo seit Anfang 2015 das Erzbischöfliche Priesterseminar und Theologenkonvikt umgebaut und erweitert werden: Heute wurde das Richtfest für den Erweiterungsbau des Priesterseminars mit rund 90 Gästen gefeiert. Traditionsgemäß wurde der Richtkranz am Dachstuhl des Neubaus befestigt. Generalvikar Alfons Hardt dankte den am Bau beteiligten Handwerkern, Architekten und Fachingenieuren für ihr Engagement.      

Neben Generalvikar Hardt, den Mitarbeitern von Priesterseminar und Theologenkonvikt sowie Mitarbeitern des ausführenden Architekturbüros Bieling aus Kassel nahmen zahlreiche der am Bau beteiligten Handwerker am Richtfest teil. Monsignore Dr. Michael Menke-Peitzmeyer, Regens des Priesterseminars und Leiter des Theologenkonvikts, begrüßte die Gäste: „Wir stehen heute vor einem Haus, dessen Errichtung weit vorangeschritten ist. Der vordere Teil ist schon ganz überdacht. Wir können dankbar sein, dass bei einem so großem Projekt bisher alles ohne große Fehlzeiten und Schäden so gut gelingt.“ Zimmermann Meinolf Peters und sein Team vollzogen im Anschluss die traditionelle Richtzeremonie: Der Richtkranz wurde an der höchsten Stelle des Neubaus befestigt und mit dem traditionellen Richtspruch wurde der Bau unter Gottes Schutz gestellt.  

Der Richtkranz ist auf dem Dach des Neubaus aufgerichtet – Zimmermann Meinolf Peters sprach den traditionellen Richtspruch.Foto: pdp Generalvikar Alfons Hardt sagte in seinem Grußwort: „Der Richtkranz hoch am Neubau ist ein sichtbares Zeichen dafür, dass wir eine weitere Etappe dieses wichtigen Bauprojekts erfolgreich abgeschlossen haben.“ Der Begriff „Richten“, dem das Richtfest seinen Namen verdanke, lasse sich vielfach verwenden: „Im Sinne des ‚Aufrichtens‘ und ‚Errichtens‘ beziehen wir uns heute auf etwas, das die Verantwortlichen dieses Projekts und insbesondere auch Sie, liebe Handwerker, hier geleistet haben. Doch wir wollen unseren Blick auch auf Gott selbst richten, der als großer Baumeister unseres Lebens seinen Segen gibt zu all unserem menschlichen Tun“, erklärte Generalvikar Hardt. Im Vertrauen darauf, dass Gott das Bauprojekt weiterhin mit seinem Segen begleite, äußerte der Generalvikar den Wunsch, dass alle Menschen, die künftig unter dem Dach des Priesterseminars und Theologenkonvikts leben und ihren Arbeitsplatz haben würden, sich unter Gottes Schutz gut aufgehoben fühlen. „Mögen das neue Priesterseminar und Theologenkonvikt für alle Besucher eine Stätte sein, an die sie immer wieder gern zurückkehren“, so Generalvikar Hardt zum Abschluss seiner Ansprache.  

Architekt Professor Thomas Bieling nahm das Richtfest zum Anlass, um die gute Zusammenarbeit auf der Baustelle zu loben: „Man spürt den guten Geist, der an diesem Ort herrscht. Er ist geprägt von gegenseitiger Hilfe und Unterstützung“, so der Architekt. Zugleich lobte er die handwerkliche Arbeit: „Sie ist von hoher Qualität und kann sich sehen lassen. Insgesamt möchte ich dafür danken, dass wir diese besondere Bauaufgabe ausführen dürfen.“      

Hintergrund: Um- und Erweiterungsbau des Erzbischöflichen Priesterseminars und Theologenkonvikts  
Der Gebäudekomplex aus Erzbischöflichem Priesterseminar und Theologenkonvikt wird seit Anfang 2015 zu einem Gesamtensemble umgestaltet, in dem bedarfsgerechte Räumlichkeiten für die Priesteraus- und -fortbildung sowie ein modernes Verwaltungsgebäude für verschiedene Mieter, beispielsweise für den Gemeindeverband des Hochstifts Paderborn, die Jugendverbände des Erzbistums oder das Dekanatsbüro des Dekanates Paderborn, entstehen. Für die Gestaltung der Gesamtanlage sind in den letzten Jahren verschiedene Lösungsansätze systematisch weiterentwickelt worden. Die jetzt ausgeführte Lösung kommt vom Architekturbüro Bieling aus Kassel.  

Der Grundstein für den Erweiterungsbau des Priesterseminars wurde im Januar dieses Jahres gelegt. „Die jetzige Feier des Richtfestes zeigt, dass die Arbeiten am Priesterseminar gut im Zeitplan liegen. Auch die Arbeiten am Theologenkonvikt laufen bisher fristgerecht“, so Regens Msgr. Dr. Michael Menke-Peitzmeyer. Die Fertigstellung des Neubaus in Verbindung des bisherigen Priesterseminars und des Theologenkonvikts ist für Mitte 2017 angestrebt. Im Anschluss daran wird der bisherige Bestand des Priesterseminars weiter umgebaut.