Liborius-Kapelle im „Maison Saint-Julien“ in Le Mans geweiht

Am Montag wurde die St.-Liborius-Kapelle im neuen Diözesanhaus „Maison Saint-Julien“ in Le Mans geweiht. Erzbischof Hans-Josef Becker ließ eine Urkunde in den Boden des neuen Diözesanzentrum ein, mit der der „Liebesbund ewiger Bruderschaft“ zwischen den Diözesen Paderborn und Le Mans erneuert wurde.pdp Le Mans / Paderborn, 6. September 2016. „Diese Kapelle soll das Herz des Hauses sein!“ Mit diesen Worten unterstrich der Bischof des französischen Bistums Le Mans, Bischof Yves Le Saux, die Bedeutung der Kapelle im neuen Diözesanhaus „Maison Saint-Julien“, die unter dem Patronat des heiligen Liborius steht. Erzbischof Hans-Josef Becker und Bischof Yves Le Saux konsekrierten am Montag die Kapelle des mit Unterstützung des Erzbistums Paderborn gebauten Diözesanhauses des französischen Partnerbistums des Erzbistums Paderborn – ein neuerlicher Ausdruck der Verbundenheit beider Diözesen: Seit der Übertragung der Reliquien des heiligen Liborius im Jahr 836 von Le Mans nach Paderborn verbindet beide Bistümer ein „Liebesbund ewiger Bruderschaft“.      

Die neue St.-Liborius-Kapelle im neuen Diözesanzentrum des Bistums Le Mans sei kein Raum, der lediglich als Gebetsraum eingerichtet worden sei, führte Bischof Le Saux bei der Konsekration der Kapelle aus. Vielmehr sei er bewusst architektonisch abgehoben vom übrigen Bau des neuen Diözesanhauses: „Die Liborius-Kapelle ist hoch und licht. Ich würde mir wünschen, dass jeder Mitarbeiter des Hauses hier täglich einen Besuch beim Herrn abstattet, der im Sakrament des Altars gegenwärtig ist.“  

Bischof Yves Le Saux vollzog die Weihe der St.-Liborius-Kapelle, Erzbischof Hans-Josef Becker konzelebriete im feierlichen Gottesdienst, an dem die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des neuen „Maison Saint-Julien“ teilnahmen. Gemeinsam salbten die beiden Bischöfe die zwölf Weihekreuze an den Wänden der Kapelle, an denen die Apostelkerzen angebracht sind.  

Bischof Yves Le Saux und Erzbischof Hans-Josef Becker weihten am Montag die neue St.-Liborius-Kapelle im Diözesanzentrum „Maison Saint-Julien“ in Le Mans ein. Hier salbt Bischof Le Saux den Altar der Kapelle.pdp In den Altar der Kapelle sind Reliquien eingelassen, nämlich Reliquien des heiligen Julian, der erster Bischof des Bistums Le Mans war und dessen Patron ist, Reliquien des heiligen Liborius, dem Patron des Erzbistums, des Doms und der Stadt Paderborn, die Erzbischof Becker aus Paderborn mitgebracht hatte, und Reliquien des heiligen Siméon Berneux, einem 1866 als Märtyrer in Korea gestorbenen Missionar, der in Chateau-du-Loir im Bistum Le Mans geboren wurde. Die Kapelle bietet Platz für 80 Personen.

„Ich freue mich sehr, dass durch die Namensgebung ‚St.-Liborius-Kapelle‘ die enge Verbindung zwischen unseren Bistümern deutlich wird und der ‚Liebesbund ewiger Bruderschaft‘ auch so einen lebendigen Ausdruck findet“, sagte Erzbischof Becker. Beide Bischöfe hatten am Vortag eine Urkunde unterzeichnet, mit der dieser „Liebesbund ewiger Bruderschaft“ erneuert wurde. Erzbischof Becker legte ein Exemplar dieser Urkunde in den Boden des neuen Diözesanhauses unter eine Glasplatte ein. „Der Liebesbund ewiger Bruderschaft steht auf festem Grund und bildet für unsere beiden Diözesen einen festen Grund. Bitten wir den heiligen Julian und den heiligen Liborius, dass sie uns vom Himmel her immer dabei unterstützen, die seit 1180 Jahren dauernde Freundschaft nach Kräften lebendig zu erhalten.“  

Das neu errichtete Diözesanzentrum ist nach dem heiligen Julian benannt, dem Patron des Bistums Le Mans. Die Urkunde ist in der Mitte des neuen Diözesanhauses, im Foyer in den Boden eingelassen.

Informationen zum neuen Diözesanhaus "Maison Saint-Julien" und zum erneuerten "Liebesbund ewiger Bruderschaft" finden Sie hier. Auf der Homepage des Bistums Le Mans finden Sie weitere Fotos.