Ein großer Fürbitter und Beter

150. Geburtstag von Bruder Jordan Mai

Zahlreich waren Gläubige zum Festgottesdienst anlässlich des 150. Geburtstags von Bruder Jordan Mai in die Franziskanerkirche in Dortmund gekommen.pdpDortmund, 01. September 2016. Die Verehrung für den Franziskaner Bruder Jordan Mai, dessen Grab sich in der Franziskanerkirche in Dortmund befindet, geht weit über die Grenzen der Stadt hinaus. So begrüßte Bruder Klaus Albers OFM, Leiter des Bruder-Jordan-Werkes, am Donnerstagmorgen auch die zahlreichen Besucher aus „nah und fern“ zum Festgottesdienst anlässlich des 150. Geburtstages Bruder Jordans.

1866 in Buer, das heute zu Gelsenkirchen gehört, geboren, lebte Bruder Jordan nach seinem Eintritt in den Franziskanerorden von 1907 bis zu seinem Tod am 20. Februar 1922 in Dortmund. Hier arbeitete er an der Klosterpforte und in der Küche. An der Pforte war er in der Regel der erste Ansprechpartner, an den sich Hilfe suchende Menschen wandten. Er half materiell, hörte den Menschen zu und betete für sie.

Gebet am Grab Bruder Jordans mit Bruder Klaus Albers OFM, Leiter des Bruder-Jordan-Werkes (1.v.r.) und Pater Dr. Cornelius Bohl OFM, Provinzial der Franziskaner (2.v.r.).pdpFleißig, zuverlässig und fromm sei er gewesen, heißt es. „Ist das nicht etwas zu rund und zu glatt“, fragte Pater Dr. Cornelius Bohl OFM, Provinzial der Franziskaner aus München, am Donnerstag in seiner Predigt. Er ging damit auch der Frage nach, warum der eher zurückgezogen in der Klostergemeinschaft lebende Franziskaner bis heute von so vielen Menschen verehrt wird. Ein Grund könne dessen „energiegeladene Frömmigkeit“ sein. So sei von Bruder Jordan der Satz überliefert: „Wenn ich mit dem Herrgott nicht eins werden kann, wird es auch mal laut.“ Wie Jakob, Abraham, Mose oder Hiob im Alten Testament habe auch Bruder Jordan mit Gott gerungen. Aus so einer lebendigen Beziehung zu Gott heraus sei er auch für andere ein großer Fürbitter und Beter gewesen. Dabei habe Bruder Jordan den Menschen etwas, aber nicht alles abgenommen. So sei einmal ein Mitbruder von ihm zurechtgewiesen worden, zunächst einmal selbst zu beten, bevor er für ihn bete.

Den Abschluss des Festgottesdienstes bildete das Gebet um die Seligsprechung Bruder Jordans an dessen Grab in der Franziskanerkirche.

Das Jubiläum feiert die Franziskus-Gemeinde erneut am Sonntag, 4. September mit einem festlichen Hochamt um 10.30 Uhr und anschließendem Empfang auf dem Kirchenvorplatz. An jedem ersten Dienstag im Monat gibt es im Jubiläumsjahr Pilgergottesdienste in St. Franziskus, Franziskanerstraße, zu Worten und Gedanken Bruder Jordans.