Messgewänder aus Paderborn in der Welt gefragt

„Dankeschöntag“ für die fleißigen Helferinnen und Helfer der Aktion „Ein Messgewand für die Weltmission“

Weihbischof Matthias König mit dem Vorstand von „Ein Messgewand für die Weltmission“ und den Missionsgästen.pdp Paderborn, 31. August 2016. Seit nunmehr 34 Jahren gibt es die Aktion „Ein Messgewand für die Weltmission“, an der sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem gesamten Erzbistum Paderborn beteiligen. Die Messgewänder werden traditionell im Rahmen der Libori-Festwoche im Kreuzgang des Hohen Doms zu Paderborn ausgestellt. Mit dem alljährlichen „Dankeschöntag“ werden die fleißigen Helferinnen und Helfer belohnt.

Am Mittwoch kamen die Frauen und Männer in Paderborn zusammen, um auf Einladung von Weihbischof Matthias König erst einen Dankgottesdienst in der Kapelle der Stiftung Westphalenhof zu feiern, und anschließend bei einem gemeinsamen Mittagessen ihre Erfahrungen auszutauschen und sich kennenzulernen.

„Dieser Dankeschöntag gilt unseren vielen fleißigen Händen in der Diözese“, betonte Vorsitzende Anneliese Lengeling bei ihrer Begrüßung. Die einzelnen Gruppen seien immer noch gut aufgestellt. In Paderborn konnten sogar fünf neue Frauen als Helferinnen begrüßt werden. Ein Beispiel, das andernorts auch Schule machen könnte, um weiterhin den eigenen hohen Anspruch bei der Erstellung der Messgewänder halten zu können.

Mechthild Masuth erhielt für ihre 30-jährige Treue einen Blumenstrauß von Anneliese Lengeling.pdp Mit einem Blumenstrauß wurde Mechthild Masuth geehrt, die bereits seit 30 Jahren aktiv bei der Aktion „Ein Messgewand für die Weltmission“ mitmacht.

Messgewänder, Chormäntel, Alben, Stolen und Taufkleider werden erstellt und nach der Ausstellung im Kreuzgang des Hohen Doms beim Libori-Fest allesamt kostenlos in die Weltmission an Gemeinden in Afrika, Asien und Lateinamerika vergeben.

Aus diesen Kontinenten konnten Weihbischof Matthias König, der zugleich Bischofsvikar für Aufgaben der Weltkirche und Weltmission ist, und Anneliese Lengeling wieder einige Gäste begrüßen. Schwester Elisabeth Tilly (Tansania) sowie die Priester Aries de Saeso Santos (Brasilien) und Dr. Jean-Baptiste Tognizin (Benin) berichteten über ihre Erfahrungen.

Den Hauptvortrag hielt Dr. Pablo Rivero, der als Arzt seit Jahrzehnten in Boliven aktiv die Arbeit für Arme, Kranke und Bedürftige unterstützt. „Ich kenne die Regionen vom Hochland bis zur Tiefebene, und weiß, wo arme Menschen Hilfe brauchen“, sagte Dr. Pablo Rivero, der auch die Landwirtschaft des Landes stark m Blick hat. Der Kaffeeanbau habe dort eine hohe Qualität. So knüpfte Rivero den Kontakt zur heimischen Firma Benslips. „Die medizinische Versorgung lässt ebenfalls viele Wünsche offen“, so der Arzt, deshalb freue er sich riesig über die Spende von zehn Dialyse-Geräten aus Melsungen. Da sich sonst die arme Bevölkerung keine Behandlung erlauben könne.