„Gott schenkt ein barmherziges Herz“

Liturgische Nacht der Diözesanstelle Berufungspastoral mit Betrachtungen zum „Herzklopfen“

Auf dem Weg von der Gaukirche zum Michaelskloster machten die Teilnehmer der Liturgischen Nacht Station vor der Kaiserpfalz.pdp Paderborn. 31. Juli 2016. „Gott schenkt uns ein barmherziges Herz“, hielt Dr. Andreas Kirchner in seinem Impuls zur Liturgischen Nacht im Rahmen der Libori-Woche am Freitagabend fest. Ein Handeln aus dem Herzen heraus sei mehr als nur eine Pflichterfüllung. Die Liturgische Nacht zählt zu den Angeboten, zu denen die Diözesanstelle Berufungspastoral während des Libori-Fests einlädt. Sie standen in diesem Jahr unter dem Titel „Herzklopfen“.

Wer hätte mehr Kompetenz zum Thema „Herzklopfen“ einbringen können als Dr. Andreas Kirchner, der gleich aus zwei Perspektiven den Scheinwerfer auf das Thema richten konnte. Kirchner ist Ständiger Diakon und zugleich als Kardiologe ein Herzspezialist. In der Liturgischen Nacht, die in der Gaukirche begann, betrachtete er das Herz, das in der Bibel 857 Mal geschrieben steht. Das Herz habe eine besondere Bedeutung für den Körper. „Das Herz kann ich spüren, versuchen Sie das mal mit der Leber oder der Niere.“

Wenn Kirchner in seiner Eigenschaft als Arzt dem Patienten sage, dass das Herz in Ordnung sei, dann freue sich der Patient und rufe aus „Gott sei Dank“ – egal in welcher Konfession. Gefühle hätten unmittelbaren Einfluss auf das Herz. „Und wer einmal das schlagende Herz eines Kindes im Schoß der Mutter gefühlt habe, der würde das nie vergessen“, so Andreas Kirchner.

Auch der Volksmund habe sich oft mit dem Herzen beschäftigt. Das Herz am rechten Fleck haben oder ein großes Herz haben, seien klassische Beispiele. Auch der Ausspruch „Man sieht nur mit dem Herzen gut“ (Antoine de Saint-Exupéry) zeige die Bedeutung des Herzens. Für einen Christen komme ein weiterer Aspekt hinzu: „Wenn man die frohe Botschaft erfährt und sie auch weitergeben will, dann ist ein Herz unruhig und man fühlt das Herzklopfen.“

"Herzklopfen" lautete die liturgische Nacht mit Sr. M. Gabriele Lüdenbach, Johannes Schäfers, Pastor Dr. Andreas Rohde und Dr. Andreas Kirchner (Kardiologe und Ständiger Diakon).pdp Für den Kardiologen und Ständigen Diakon ist klar, dass Gott der Herzspezialist schlechthin ist: „Er nimmt das versteinerte Herz und gibt uns ein Lebendiges.“   Nach Gottesdienst und Nachtgebet in der Gaukirche zog die große Gruppe der Gläubigen mit Zwischenstation an der Bartholomäuskapelle weiter zur Kirche des Michaelsklosters, um dort mit Anbetung und Lobpreis die Liturgische Nacht zu beenden. Hier bestand auch die Möglichkeit der Einzelsegnung.

Pastor Dr. Andreas Rohde. Schwester Gabriele Lüdenbach und Johannes Schäfers von der Diözesanstelle Berufungspastoral hatten die besinnliche Nacht vorbereitet und waren mit der Resonanz sehr zufrieden.