Wallfahrt der Generationen

Malteser Wallfahrt nach Lourdes gestartet, 125 Jugendliche mit dabei

Bild: Jugendliche singen gemeinsam im Pilgerzug Tagesausklang mit Gesang im PilgerzugFoto: Malteser/Kaiser Paderborn, 13. März 2016. Auf den Bahnsteigen von Altenbeken, über Paderborn bis Trier war am Donnerstagmorgen kein Durchkommen. Insgesamt 590 Zug-Pilger sind zusammen mit den Maltesern in der Erzdiözese Paderborn zur Lourdes-Wallfahrt gestartet. Über all den Zustiegsorten für die 15 Waggons des Sonderzugs lag eine gespannte Vorfreude, Aufregung und Geschäftigkeit.

In den Sonderzug stiegen Pilger aller Altersklassen ein. Viele waren schon öfter mit den Maltesern in Lourdes. Für sie gehört die vorösterliche Wallfahrt einfach dazu. Aber auch viele neue Pilger waren mit dabei, beispielsweise in der Gruppe der 125 Jugendlichen. Unter ihnen ist auch Neele Münsterteicher aus Delbrück-Sudhagen: „Von der Wallfahrt habe ich von Freunden erfahren, die wirklich von Lourdes begeistert waren“, sagt die 15-jährige über ihre Motivation. „Das hat mich angesteckt und ich freue mich, jetzt selbst dabei zu sein.“ Gemeinsam mit 41 weiteren Firmbewerbern hat sie sich mit dem Pilgerzug nach Lourdes aufgemacht. Besonders freut sich Neele auf den Palmsonntag. Denn dann wird sie zusammen mit den anderen Jugendlichen das Passionsspiel in der Rosenkranzbasilika vor mehreren Tausend Pilgern aus aller Welt gestalten.

Im Dom zu Trier hatte der Pilgerzug seinen ersten längeren Aufenthalt. Am Nachmittag zogen die Pilger in einer Prozession vom Bahnhof bis zum Dom, wo gemeinsam Eucharistie gefeiert wurde. Nach dem Gottesdienst stärkten sich die Pilger vor dem Gotteshaus mit einer warmen Suppe, die die Malteser aus Trier ausschenkten. Gegen 17 Uhr ging es dann mit dem Zug Richtung Lourdes weiter. Den Tagesabschluss bildete das gemeinsame Singen im Gemeinschaftswagen des Zuges.

Sieben Tage wird die Wallfahrt insgesamt dauern. Im Marienwallfahrtsort Lourdes wird die Pilgergruppe aus dem Erzbistum Paderborn über Palmsonntag mehrere Gottesdienste feiern. Insbesondere an der Grotte, an der vor über 150 Jahren dem Bauernmädchen Bernadette Soubirous die Mutter Gottes erschienen ist. „Barmherzig wie der Vater“ lautet das Motto der mittlerweile 36. vorösterlichen Pilgerfahrt, die in diesem Jahr von Weihbischof Hubertus Berenbrinker begleitet wird.