Ein Raum zum gemeinsamen Finden von Lösungen

Im Liborianum fand der sechste „Leiterkurs“ für Priester statt, die Pastorale Räume leiten

Ein kollegialer Raum, um gemeinsam nach Lösungen für die anstehenden Aufgaben zu suchen: der Leiterkurs 2016.pdpPaderborn, 7. März 2016. Fünf Priester, die Leiter von Pastoralen Räumen im Erzbistum Paderborn sind, kamen jetzt zu einer mehrtägigen Fortbildung im Bildungs- und Gästehaus Liborianum in Paderborn zusammen. Der so genannte „Leiterkurs“, an dem sie teilnahmen, ist inzwischen eine feste Größe im Entwicklungsprozess der Pastoralen Räume. Für die beteiligten Kirchengemeinden ist er das Startsignal, mit den Planungen für den gemeinsamen Weg zu beginnen.

„Sinn des Leiterkurses ist es nicht, den Teilnehmern Wissen einzutrichtern“, so Ludger Drebber aus der Hauptabteilung Pastorale Dienste im Erzbischöflichen Generalvikariat, der die Fortbildung gemeinsam mit Pastor Markus Menke moderierte. „Die Leiter der Pastoralen Räume kommen mit einer hohen Kompetenz, und wir bieten einen kollegialen Raum an, in dem gemeinsam nach Lösungen für die anstehenden Aufgaben gesucht werden kann.“ Pastor Markus Menke hob die „hohe Motivation der Leiter“ sowie ihre „große Suchbereitschaft“ hervor.

Themen des Leiterkurses waren unter anderem das vom Zukunftsbild für das Erzbistum Paderborn vorgegebene Leitungsverständnis, der Charakter des Pastoralen Raums als „vielfältiges Netzwerk von Gemeinden sowie pastoralen Orten und Gelegenheiten“, das Arbeiten in einem großen Team sowie das Initiieren und Begleiten von Veränderungsprozessen. Stefan Magh vom Referat „Unterstützung der Verwaltung im Pastoralen Raum“ stellte verschiedene Angebote und Hilfen vor, mit denen das Erzbischöfliche Generalvikariat die leitenden Pfarrer in den Pastoralen Räume entlastet.

Für folgende Pfarreien und Pastoralverbünde beginnt 2016 der Weg zum Pastoralen Raum:

  • Aus dem Pastoralverbund Paderborn-Süd-Ost-Dahl sowie den Pfarreien St. Liborius und St. Julian, Paderborn wird ein Pastoraler Raum gebildet, der von Dechant Benedikt Fischer geleitet wird (Sitz des Leiters: St. Liborius, Paderborn).
  • Aus den Pastoralverbünden Herford, Widukindsland und Bünder Land wird ein Pastoraler Raum gebildet, der von Pfarrer Gerald Haringhaus geleitet wird (Sitz des Leiters: St. Johannes Baptist, Herford).
  • Aus den Pastoralverbünden Crange, Wanne und Eickel-Holsterhausen wird ein Pastoraler Raum gebildet, der von Pfarrer Ludger Plümpe geleitet wird (Sitz des Leiters: St. Laurentius, Wanne). 
  • Aus den Pastoralverbünden Bad Lippspringe-Schlangen, Egge und Eggevorland wird ein Pastoraler Raum gebildet, der von Pfarrer Georg Kersting geleitet wird (Sitz des Leiters: Pfarrei St. Martin, Bad Lippspringe).
  • Aus den Pastoralverbünden Marsberg-Mitte, Marsberg-Süd und Sintfeld Diemeltal wird ein Pastoraler Raum gebildet, der von Propst Meinolf Kemper geleitet wird (Sitz des Leiters: Pfarrei St. Magnus, Niedermarsberg).

Hintergrund: In einem 2010 im Kirchlichen Amtsblatt veröffentlichten „Zirkumskripitionsgesetz“ hatte Erzbischof Hans-Josef Becker 87 Pastorale Räume umschrieben, die in den kommenden 30 Jahren nach und nach aufgebaut werden. Das Gesetz legte auch das Jahr fest, in dem für die Pastoralen Räume der Entwicklungsprozess beginnt. Inzwischen haben sich 65 Pastorale Räume auf den Weg gemacht.