Generalvikar empfiehlt Transparenz und Partizipation

Zwei neue Pfarrer installiert: Fritz Barkey (Witten) und Dr. Hans-Bernd Krismanek (Höxter)

Generalvikar Alfons Hardt installierte am Donnerstag in einer feierlichen Andacht in der Krypta des Hohen Doms zu Paderborn die neuen Pfarrer Fritz Barkey (l.) und Dr. Hans-Bernd Krismanek (r.).pdpPaderborn, 3. März 2016. „Erzbischof Becker vertraut Euch, denn er hat Euch große Pastorale Räume anvertraut“, betonte Generalvikar Alfons Hardt am Donnerstag bei der Installierung von zwei neuen Pfarrern im Erzbistum Paderborn im Rahmen einer gottesdienstlichen Feier in der Krypta des Hohen Doms zu Paderborn. Als Pfarrer werden Fritz Barkey (St. Marien Witten) und Dr. Hans-Bernd Krismanek (St. Nikolai Höxter) Verantwortung übernehmen.

„Als Mitarbeiter des Erzbischofs wird es meine Aufgabe sein, allen Menschen die frohe Botschaft Gottes zu verkünden. Ich werde das Glaubensgut unversehrt bewahren und treu weitergeben und auslegen“, versprachen die beiden Priester in ihrem Eid, bevor Generalvikar Hardt ihnen durch das Aufsetzen seines Birett die jeweilige Pfarrstelle übertrug. Die beiden neuen Pfarrer sagten: „Ich übernehme den Dienst der Leitung in der mir übertragenen Pfarrgemeinde. Zugleich werde ich meine Verantwortung im Pastoralverbund und im Pastoralen Raum wahrnehmen, in Zusammenarbeit mit allen Geistlichen und Laien, die vom Erzbischof dazu berufen sind.“

Wenn die Amtsübertragung am Grab des Bistumspatrons, des heiligen Liborius, und vor dem Allerheiligsten im Tabernakel in der Krypta des Hohen Domes stattfinde, dann werde deutlich, dass die Priester in ihrem Dienst nicht allein seien, erklärte der Generalvikar in seiner Ansprache. Der Auftrag zur Verkündigung des Evangeliums gelte auch in dieser Zeit. Denn die Frohe Botschaft sei gleich geblieben, obwohl sich gesellschaftliche und soziale Umstände geändert hätten. Generalvikar Hardt: „Die Situation der katholischen Kirche hat sich in jeder Zeit verändert.“

Mit dem „Zukunftsbild für das Erzbistum Paderborn“ habe Erzbischof Hans-Josef Becker im Jahr 2014 einen zehn Jahre andauernden Prozess abgeschlossen und zugleich einen neuen eröffnet: Neue Leitungsstrukturen seien zu entwickeln, das vielfältige Engagement und die grundlegende Verantwortung aller Christen werde zentraler und auch die Rolle der Priester verändere sich mehr und mehr. Erzbischof Becker sende die neuen Pfarrer in Gemeinden, in den der Glauben leben solle: „Der Glauben, der Hoffnung schenkt.“

Als Empfehlung gab der Generalvikar mit auf den Weg, hauptamtliche Seelsorger seien gut beraten, wenn sie den Gläubigen ihren Glauben nicht aufzwingen. In einer Gemeinde hätten viele ihren Platz. Generalvikar Hardt: „Wir leben in einer Zeit, in der Transparenz und Partizipation gefragt ist. Das muss im Konsens geschehen, auch wenn es nicht immer gelingen wird.“

Nachdem die neuen Pfarrer das Glaubensbekenntnis gesprochen hatten, legten sie den Eid ab. Dabei versprachen sie, in den übertragenen Pfarrgemeinden den Gottesdienst zu feiern und die Sakramente zu spenden. Mit den Worten „Nachdem Sie mir Ihre Ernennungsurkunde vorgelegt, das Glaubensbekenntnis und den Eid abgelegt haben, sende ich Sie im Auftrag unseres Erzbischofs in die Pfarrgemeinde. Und indem ich Ihnen mein Birett aufsetze, übertrage ich Ihnen das Amt des Pfarrers dieser Gemeinde mit allen Pflichten und Rechten“ installierte Generalvikar Hardt die neuen Pfarrer.