Päpstlicher Silvesterorden für Präsidenten des Bonifatiuswerkes der deutschen Katholiken

Erzbischof Hans-Josef Becker überreicht hohe Päpstliche Ehrung an Heinz Paus, den ehemaligen Bürgermeister von Paderborn

Der Präsident des Bonifatiuswerkes der deutschen Katholiken, Heinz Paus, empfing aus der Hand von Erzbischof Hans-Josef Becker die Ernennungsurkunde zum „Ritter des Ordens vom Heiligen Papst Silvester“ und den dazugehörigen Orden. V.l.n.r.: Generalvikar Alfons Hardt, Heinz Paus, Erzbischof Hans-Josef Becker.pdpPaderborn, 26. Februar 2016. Papst Franziskus hat Heinz Paus, den Präsidenten des Bonifatiuswerkes der deutschen Katholiken und ehemaligen Bürgermeister von Paderborn, mit dem Silvesterorden ausgezeichnet. Erzbischof Hans-Josef Becker überreichte am Freitag im Bischofshaus dem 67-Jährigen die hohe päpstliche Ehrung. Verbunden mit der Ordensverleihung ist die Ernennung zum „Ritter des Ordens vom Heiligen Papst Silvester“. Paus empfange die hohe Ehrung durch den Heiligen Vater aufgrund seines verantwortungsvollen Dienstes für das Erzbistum Paderborn und für die Katholiken in den Diasporagebieten Deutschlands sowie im Norden und Nordosten Europas, so Erzbischof Becker bei der Ordensverleihung.

Erzbischof Hans-Josef Becker und Generalvikar Alfons Hardt gratulierten Paus zur päpstlichen Ernennung zum „Ritter des Ordens vom Heiligen Papst Silvester“. Nach Abschluss seines Jura-Studiums sei Paus als Rechtsanwalt tätig gewesen und habe sich seit 1978 als Kirchenvorstand der Katholischen Kirchengemeinde Heilig Kreuz in Detmold engagiert. Dieses Ehrenamt habe Paus auch nach seiner Wahl in den Landtag des Landes Nordrhein-Westfalen, dem er von 1980 bis 1999 angehörte, beibehalten. Paus wurde 1999 zum Bürgermeister von Paderborn gewählt und übte dieses Amt fünfzehn Jahre aus. „In ihm stand ein überzeugter und auch in Paderborn ehrenamtlich engagierter Christ an der Spitze der Verwaltung, der seine christliche Grundhaltung mutig im öffentlichen Raum bezeugt hat und der zu einem wichtigen Gesprächspartner der Kirche geworden ist“, würdigte Erzbischof Becker das Engagement von Paus.

Der Generalsekretär des Bonifatiuswerkes der deutschen Katholiken und Familienmitglieder gratulierten zur Ordensverleihung. V.l.n.r.: Generalvikar Alfons Hardt, Schwiegertochter Alicia Chavez-Paus, Heinz Paus, Ehefrau Sabine Paus, Erzbischof Hans-Josef Becker, Monsignore Georg Austen.pdpSeit 2013 steht der neue Träger des Silvesterordens als Präsident an der Spitze des Bonifatiuswerkes der deutschen Katholiken. Paus übe dieses Ehrenamt seither mit großem Einsatz für die Katholiken in den Diasporagebieten Deutschlands, Nordeuropas und des Baltikums mit großen Einsatz aus, so Erzbischof Becker in seiner Laudatio. „Als Vorsitzender des Generalvorstandes ist er für die grundsätzliche Ausrichtung des Bonifatiuswerkes verantwortlich, als Repräsentant des Bonifatiuswerkes hält Herr Paus Kontakt zu den kirchlichen Projektpartnern des Werkes und trägt deren Anliegen in die Öffentlichkeit. Wir sind für dieses Engagement sehr dankbar und freuen uns mit Heinz Paus über diese hohe päpstliche Auszeichnung.“ Gerne spreche er die Glückwünsche des Erzbistums Paderborn aus, so Erzbischof Becker. Es sei gut und wertvoll, dass die innere, vom Christ-sein geprägte Haltung durch das überzeugende Engagement von Paus zum Ausdruck komme und durch die Ordensverleihung gewürdigt werde.

Stichwort: Silvesterorden

Der Silvesterorden ist einer von sechs päpstlichen Verdienstorden. Der Ritterorden des Papstes wird für besonderes ehrenamtliches Engagement in katholischen Institutionen und aufgrund persönlicher Verdienste verliehen. Benannt nach Papst Silvester I. (314-335) und von Papst Gregor XVI. im Jahr 1841 gestiftet, wurde der Orden 1905 von Papst Pius X. erneuert. Der päpstliche Ritterorden besteht aus einem goldenen, weißemaillierten Malteserkreuz mit dem Bild Papst Silvesters, auf der Rückseite sieht man das Papstwappen. 1905 wurde der Silvesterorden von Papst Pius X. in verschiedene Klassen unterteilt: den Ritter, den Komtur (lat. Commendatore), den Komtur mit Stern und den Grosskreuz-Ritter.