Stiftungen des Bonifatiuswerkes schütten 59.000 Euro für Projekte in der Diaspora aus

Monsignore Georg Austen (links) überreicht eine Spende der Georg Austen Stiftung Solidarität in Höhe von 2.000 Euro an den Leiter des Erwachsenenhospiz der Caritas in Berlin-Pankow, Joachim Müller.Foto: Bonifatiuswerk Paderborn, 18. Februar 2016. Viele Menschen wollen sich über eine normale Spende hinaus für den Glauben in der Diaspora einsetzen. Für diese Menschen ist eine eigene Stiftung oder eine Zustiftung ein ideales Instrument. Unterstützt werden sie dabei vom Stiftungszentrum des Bonifatiuswerkes, das im vergangenen Jahr insgesamt 59.000 Euro für Projekte in der Diaspora ausgeschüttet hat. Zu den Stiftungen zählen die „Bischof Konrad Martin-Stiftung“, die „Bonifatius Stiftung“, die „Georg Austen Stiftung Solidarität“ und die „Marienstiftung zum Schutz des Lebens“.

„In einer immer stärker säkularisierten Welt, leben viele Katholiken ihren Glauben in einer Minderheit. Gerade sie sind auf unsere Solidarität angewiesen. Wir möchten, dass unser christlicher Glaube auch weiterhin eine Zukunft hat. Und das nicht nur in der Diaspora Deutschlands, sondern auch in Skandinavien und im Baltikum. Das Bonifatius Stiftungszentrum trägt einen wertvollen Teil dazu bei. Das Stiftungszentrum und die damit verbundene Intensivierung der Stifterbegleitung hat sich als ein wichtiger Impuls für das Bonifatiuswerk erwiesen“, sagte der Präsident des Bonifatiuswerkes, Heinz Paus.

Die Bischof Konrad Martin-Stiftung, die sich für die umfassende, nationale und internationale Förderung der Jugendhilfe und der Erziehung und Bildung der katholischen Kirche einsetzt, unterstützt mit 50.000 Euro die Gemeinschaft Koinonia Johannes der Täufer in Chemnitz. Geplant sind eine notwendige Küchensanierung und die Errichtung eines Kinderspielplatzes mit Außensportanlage. „In Chemnitz ist ein Ort des Aufbruchs entstanden, an dem junge und konfessionslose Menschen christliches Gemeinschaftsleben erfahren können und mit den Inhalten des katholischen Glaubens in Berührung kommen“, sagte Paus.

Die Bonifatius Stiftung hat sich der Förderung der gemeinnützigen Zwecke der Jugend- und Altenhilfe, Bildung und Erziehung sowie mildtätiger und kirchlicher Zwecke in der Diaspora verpflichtet. Gefördert werden ein Projekt des Caritasverbandes in Berlin zur Unterstützung unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge mit 1.460 Euro, das Kloster Marienheide-Wollstein mit 1.075 Euro sowie die Katholische Studentengemeinde Dresden mit 595 Euro.

Stiftungszweck der Georg Austen Stiftung Solidarität ist die Förderung von Projekten und Einrichtungen, die sich solidarisch an die Seite von Kindern und Jugendlichen stellen. Die junge Generation soll in ihrem Reifeprozess begleitet werden, so dass Sie ihr Leben aus dem christlichen Glauben heraus gestalten können. Gefördert werden insgesamt vier Projekte: Das Erwachsenenhospiz der Caritas in Berlin-Pankow wird mit 2.000 Euro unterstützt und das Don Bosco Haus in Chemnitz erhält 1.500 Euro für eine Beratungsstelle für Frauen und Mädchen, die in existentielle Schwierigkeiten geraten sind. Darüber hinaus werden den Dominikanerinnen in Riga 1.000 Euro für die Förderung der Kinder- und Jugendarbeit und Pater Peter in Turku in Finnland 590 Euro für die jugendpastorale Unterstützung zur Verfügung gestellt.

Die „Marienstiftung zum Schutz des Lebens“ unterstützt mit 1.000 Euro ein Projekt der Pfarrei St. Martin in Rendsburg, das die Situation von minderjährigen Flüchtlingen verbessern soll.