Erzbischof Becker besucht Probe zur „Missa Solemnis“

Erzbischof Hans-Josef Becker und Domkapellmeister Thomas Berning. Erzbischof_Chorprobe: Erzbischof Hans-Josef Becker und Domkapellmeister Thomas Berning bei der Chorprobe des Paderborner Domchores für die „Missa Solemnis“.pdpPaderborn, 5. Oktober 2015.  Die „Missa Solemnis“ - ein Spätwerk von Ludwig van Beethoven  (1770 – 1827) – zählt zu den wenigen, aber umso bedeutsameren kirchenmusikalischen Werken des großen Komponisten. Die fünfsätzige Messe mit etwa 80-minütiger Spieldauer  für Orchester, Solisten und Chor wird am 20. November 2015 im Hohen Dom zu Paderborn zu hören und zu erleben sein.

Die „Missa Solemnis“ von Ludwig van Beethoven, die 1824 in St. Petersburg uraufgeführt wurde, habe ihn auf ganz besondere Weise durch sein Leben begleitet, erläuterte Erzbischof Hans-Josef Becker den Sängerinnen und Sängern der Domkantorei Paderborn. Ihnen stattete er jetzt einen Besuch während der Chorprobe ab.

Das erste Mal habe er das Werk als Schüler auf einer Schallplatte gehört, berichtete der Erzbischof. „Die Komposition ist ein wichtiger Mosaikstein in meiner persönlichen Berufung, die mich zum Priestertum geführt hat. Beethoven bringt viel von seiner subjektiven Gottsuche darin zum Ausdruck“, führte Erzbischof Becker aus.

Die Vorfreude auf die Aufführung verbarg Erzbischof Hans-Josef Becker nicht, denn mit großer Begeisterung lauschte er der Probe des Chores unter Leitung von Domkapellmeister Thomas Berning im „Haus der Dommusik“, dem Johannes-Hatzfeld-Haus. „Ihnen gilt mein Dank, dass Sie sich dieses Werkes angenommen haben“, so der Erzbischof zu Thomas Berning und den Kantorei-Mitgliedern.

Den Sängerinnen und Sängern verriet Erzbischof Hans-Josef Becker  auch, dass er zwei besondere Gäste zum Konzert im November erwartet. Gundula Janowitz und Brigitte Fassbaender haben ihr Kommen angekündigt – zwei Namen, die beim Chor für große Begeisterung sorgten. Gundula Janowitz trat an vielen großen Bühnen der Welt auf, regelmäßig zum Beispiel auch bei den Salzburger Osterfestspielen. An der Pariser Oper sang sie 1973 die Gräfin in einer legendären Neuinszenierung von „Le nozze di Figaro“.

Brigitte Fassbaender war 1961 Mitglied der Bayerischen Staatsoper und wurde 1970 zur bayerischen Kammersängerin ernannt. 1983 erhielt sie den Titel „Österreichische Kammersängerin“. In den 1970er Jahren trat Fassbaender als Opernsängerin an vielen Häusern Europas sowie der Metropolitan Opera, Covent Garden (London), La Scala Milano und dem Opernhaus von San Francisco auf. Sie war zudem Gast bei den Salzburger und Bayreuther Festspielen.

Erzbischof Hans-Josef Becker bei der Chorprobe der Domkantorei Paderborn.pdpVeranstaltet wird das Konzert vom Paderborner Metropolitankapitel und Erzbischof Hans-Josef Becker in Zusammenarbeit mit der Philharmonischen Gesellschaft Paderborn. Mitwirken werden neben der Domkantorei Paderborn und den Herrenstimmen des Paderborner Domchores herausragende Solisten, Mitglieder des Deutschen Kammerchores und das Orchester der Philharmonischen Gesellschaft Paderborn. Die Gesamtleitung liegt in den Händen von Domkapellmeister Thomas Berning.