„Kirchenmusik hat eine missionarische Kraft“

Erzbischof Hans-Josef Becker beim Diözesantag der Kirchenmusik in Paderborn

Fanden viel Aufmerksamkeit: Die Mendener Kantorei mit Werken skandinavischer Chormusik.pdp Paderborn, 26. September 2015. Gut 1500 Sängerinnen und Sänger belebten am Samstag die Innenstadtkirchen und gaben beim Diözesantag der Kirchenchöre ein großartiges Klangbild des Spektrums und Könnens der Chöre im Erzbistum Paderborn wieder. „Kirchenmusik hat eine missionarische Kraft, die die Botschaft des Evangeliums in Wort und Ton hinaus in die Welt trägt“, betonte Erzbischof Hans-Josef Becker im Pontifikalamt anlässlich des Diözesantages im Hohen Dom.

„Die geistliche Musik ist mir ein kostbarer Schatz, der mir immer wieder aufs Neue in unvergleichlicher Weise Gottes Größe nahebringt“, so Erzbischof Hans-Josef Becker, der ergänzte, dass die Kirchenmusik ein wesentlicher Bestandteil der Liturgie sei, und Kirchenmusik ganz wesentlich dabei helfe, Begegnung mit Christus zu ermöglichen. Alle, die sich der Kirchenmusik verschrieben hätten, seien Propheten, da sie Zeugnis ablegen von der Größe Gottes: „Gar nicht so selten öffnen sie einen Spalt weit die Tür des Himmels, und das wärmende Licht Gottes kann hineinstrahlen in die oft kalte Welt.“

Erzbischof Hans-Josef Becker zelebrierte das Pontifikalamt zum Abschluss des Diözesantages der Kirchenchöre.pdp Erzbischof Hans-Josef Becker verwies darauf, dass die Christusbegegnung, die vorrangig in den verschiedenen gottesdienstlichen Feiern geschehe, einen ganz wichtigen Platz im Rahmen des Zukunftsweges des Erzbistums Paderborn einnehmen würde. Dazu gehöre auch das Gebet. „Nicht immer nur mit Worten, sondern auch in Stille oder durch den Dienst der Musik.“

Das den Diözesantag der Kirchenchöre abschließende Pontifikalamt stellte nochmals eindrucksvoll die musikalische Vielfalt der Kirchenmusik dar. Der gemeinsame Chor aller Sängerinnen und Sänger, der Bläser und der Dom-Orgel im Zusammenspiel war auch ein Spiegelbild des Tagesprogramms, das bereits am Nachmittag in allen Paderborner Innenstadtkirchen in Konzerten vorgeführt wurde. So nutzten die rund 1500 Sängerinnen und Sänger, die aus dem gesamten Erzbistum in Paderborn zu Gast waren, die Angebote speziell ausgesucht oder mal „springend“ von Kirche zu Kirche, um verschiedene Eindrücke zu sammeln.

„Tolle Hörerlebnisse“, „Das Wetter spielte zum Glück auch mit“ und „Wieder mal ein starkes Gemeinschaftsgefühl für die Chöre“ – die Chormitglieder aus allen Dekanaten des Erzbistums waren voll des Lobes für den Diözesantag in Paderborn, mit dessen Durchführung auch Professor Dr. Paul Thissen, Referatsleiter Kirchenmusik des Erzbistums, überaus zufrieden sein durfte.

Nachfolgend nochmal alle Angebote des Tages, die das breite Spektrum der geistlichen Musik aufzeigten.
Abdinghofkirche: Vokalkreis St. Jodokus aus Bielefeld mit einem Chorkonzert unter der Leitung von Georg Gusia.
Franziskanerkirche: Choralschola St. Marien aus Witten und Dr. Christian Vorbeck (Orgel).
1500 Sängerinnen und Sänger waren zum Diözesantag der Kirchenchöre nach Paderborn gekommen.pdp Kapuzinerkirche: Konzert für Trompete (Eduard Molleker), Gesang (Christine Kaiser) und Orgel (Peter Wagner).
Busdorfkirche: Chorkonzert im Spiegel skandinavischer Chormusik mit der Mendener Kantorei unter der Leitung von Johannes Krutmann.
Gaukirche: Konzert für Gesang und orgel mit Andrea Christiane Kwade (Sopran) und Markus Breker (Orgel).
Mutterhauskirche der Vincentinerinnen: Konzert für Harfe und Orgel mit Jenny Ruppik (Harfe) und Sebastian Freitag (Orgel).
Kirche im Michaelskloster: Chorkonzert mit der Mädchenkantorei am Paderborner Dom unter Leitung von Domkantorin Gabriele Sichler-Karle und der Begleitung von Professor Dr. Paul Thissen an der Orgel.
St. Heinrich Paderborn: Konzert für Schlagwerk und Orgel mit Sebastian Gokus (Schlagwerk) und Harals Gokus (Orgel).
Die Liturgische Leitung zum Eröffnungsgottesdienst am Samstagmorgen in der Marktkirche hatte Monsignore Bernhard Schröder. Den Chor leitete Christopher Brauckmann und die Orgel spielte Sebastian Freitag. Beim Pontifikalamt lag die Chorleitung bei Hartwig Diel, an der Orgel war Domorganist Tobias Aehlig.

Hier geht es zur Aufzeichnung des domradio.de vom Pontifikalamt.