Erzbischof Becker eröffnet bistumsweit „Ewige Anbetung“

Paderborn, 27. November 2014. Die „Ewige Anbetung“ im Erzbistum Paderborn startet jedes Jahr am ersten Advent, dem Beginn des neuen Kirchenjahres mit Gottesdiensten, Betstunden und Zeiten der Anbetung im Hohen Dom zu Paderborn. Erzbischof Hans-Josef Becker wird in diesem Jahr mit einem Pontifikalamt am Samstagabend die „Ewige Anbetung“ bistumsweit eröffnen. „Die Anbetung Jesu im Altarssakrament ist tiefer Ausdruck unserer Verbundenheit mit ihm“, schreibt Domkapitular Dr. Thomas Witt im Namen des Metropolitankapitels und lädt zur Teilnahme an der „Ewigen Anbetung“ im Hohen Dom zu Paderborn am ersten Advent ein.  

„Schon am Vorabend und die ganze Nacht hindurch kann vor Jesus im Altarsakrament gewacht und gebetet werden. Dabei können wir unsere persönlichen Sorgen, unseren Dank und unsere Anliegen vor Gott bringen. Wir können und sollen aber auch in den Anliegen des Friedens und der Kirche beten. Die verfolgten Christen sollten wir dabei besonders in unser Gebet einschließen“, führt der vom Metropolitankapitel mit der Vorbereitung der „Ewigen Anbetung“ beauftragte Domkapitular Dr. Thomas Witt in seinem Schreiben aus.

Zu Beginn der „Ewigen Anbetung“ im Erzbistum Paderborn feiert Erzbischof Hans-Josef Becker am Vorabend des ersten Advents, Samstag, 29. November 2014, um 18 Uhr ein Pontifikalamt im Hohen Dom. Im Anschluss beginnt eine Zeit der Anbetung, die durch meditative Musik, Texte, Lobpreis und Stille gestaltet wird. Dabei ist es den Gläubigen möglich, vor dem Allerheiligsten zu verweilen, eine Kerze zu entzünden, sich ein Wort aus der Heiligen Schrift schenken zu lassen und Gebetsanliegen niederzulegen. Mitglieder der Aktion „Nightfever“ werden Menschen in den Dom einladen. Um 23.30 Uhr wird die Komplet gebetet. Es folgt eine stille nächtliche Gebetswache von Mitternacht bis 7 Uhr am Sonntagmorgen, 30. November 2014.

Am Sonntagmorgen werden um 7 Uhr, 8 Uhr, 10 Uhr und 11.45 Uhr die Sonntagsmessen im Hohen Dom gefeiert. Anschließend wird das Allerheiligste zu gestalteten Betstunden ausgesetzt: Begonnen wird mit einer Betstunde für die Verstorbenen um 13 Uhr. Es folgen Betstunden, die von den Geistlichen Gemeinschaften (14 Uhr), der Paderborner Innenstadtgemeinde St. Liborius (15 Uhr) und den Ordensleuten (16 Uhr) gestaltet werden. Die „Ewige Anbetung“ im Hohen Dom endet mit einem feierlichen Abschluss um 17 Uhr.  

Hintergrund: Ewige Anbetung

Über das ganze Kirchenjahr hinweg werden mit der „Ewigen Anbetung“ die Anliegen der Kirche, des Erzbistums Paderborn und der Gemeinden in einer Gebetskette in die Pfarreien und Klöster der Erzdiözese getragen. Die „Ewige Anbetung“ geht im Erzbistum Paderborn auf Bischof Konrad Martin zurück, der sie zum ersten Advent 1857 einführte. In seinem damaligen Hirtenschreiben heißt es: „Vom ersten Advents-Sonntage an soll die ewige Anbetung ununterbrochen bei Tag und bei Nacht in Unserer Diöcese fortdauern, dergestalt, daß immer die eine Kirche oder Gemeinde die andere in der Anbetung des Allerheiligsten ablöse in der von Uns festgesetzten Reihenfolge und nach dem einer jeden Kirche und Gemeinde zugemessenen Zeitmaße.“ Heute wird die „Ewige Anbetung“ im Erzbistum im Sinne einer „täglichen Anbetung“ begangen. Das Erzbistum Paderborn folgt damit der Weisung des Apostels Paulus, der die Thessalonicher in einem Brief mahnt, ohne Unterlass zu beten (1Thess 5,17).