„Bedenke Mensch, dass Du Staub bist und wieder zu Staub zurückkehren wirst.“ Mit diesen Worten empfängt Erzbischof Hans-Josef Becker von Dompropst Dr. Wilhelm Hentze ein Aschekreuz auf der Stirn. Im Hintergrund: Generalvikar Alfons Hardt.Paderborn, 22. Februar 2012. „Die 40 Tage der Fastenzeit sollen uns bereiten für die Feier des heiligen Osterfestes.“ Mit diesen Worten führte Dompropst Dr. Wilhelm Hentze am Aschermittwoch in den Gottesdienst im Hohen Dom ein. Zahlreiche Gläubige empfingen das Aschekreuz, als erster unter ihnen Erzbischof Hans-Josef Becker. Das mit den Worten „Bedenke Mensch, dass Du Staub bist und wieder zu Staub zurückkehren wirst“ an die Gottesdienstbesucher ausgeteilte Zeichen erinnert an die Vergänglichkeit des Menschen und alles Irdischen.
Mit der 40 Tage dauernden Fastenzeit seien „Einkehr“ und „Umkehr“ fest verbunden, so Dompropst Dr. Hentze. Doch stehe über allem Gottes Barmherzigkeit und Erbarmen. „Gott ist ein Gott des Lebens, der nicht den Tod des Sünders will.“ Gottes Barmherzigkeit leuchte über der Fastenzeit, er schenke ein „neues Herz“, damit Menschen seine Wege gehen könnten. „Bitten wir den göttlichen Heiland, dass er uns ein ‚neues Herz’ schenkt und unsere Wege lenkt. Ergreifen wir Gottes Hand und machen uns in der Fastenzeit auf den Weg“, sagte Dompropst Dr. Hentze. Umkehr und Buße seien eine Umkehr zum Leben, Christsein bedeute nicht Last, vielmehr erfülltes Leben.
Die an Aschermittwoch ausgeteilte Asche wird aus geweihten Palmzweigen des letzten Jahres gewonnen und gilt als Zeichen für Trauer und Buße. Mit Aschermittwoch beginnt die 40 Tage dauernde Fastenzeit, die auch österliche Bußzeit genannt wird und eine Vorbereitungszeit auf die drei heiligen Tage (Ostertriduum) von Karfreitag bis Ostern ist. Sie ist Zeit der Buße, doch zugleich von der Hoffnung auf Auferstehung erfüllt. Die Dauer der Fastenzeit leitet sich vom biblischen Bericht über eine 40-tägige Gebets- und Fastenzeit her, die Jesus nach seiner Taufe im Jordan auf sich nahm.