90. Todestag von Bruder Jordan Mai

Von vielen verehrt: Bruder Jordan Mai OFM. Dortmund, 20. Februar 2012. Anlässlich des 90. Todestages von Bruder Jordan Mai  OFM feierte Erzbischof Hans-Josef Becker am Montag das Pontifikalamt mit mehreren hundert Gläubigen in der Franziskanerkirche in Dortmund. Alljährlich laden die Dortmunder Franziskaner zu diesem Pilgertag am Todestag von Bruder Jordan ein, dessen Grab sich in ihrer Kirche befindet.
Das Leben von Bruder Jordan erscheine „wie eine lebendige Auslegung der Heiligen Schrift“, so Erzbischof Becker in seiner Predigt. Bruder Jordan habe gezeigt, wie es gelingen könne, die biblische Botschaft im jeweiligen Alltag umzusetzen. Der Franziskanerbruder galt als jemand, dem die Menschen ihre Sorgen und Nöte anvertrauten, damit er sie in sein Gebet aufnahm.
Erzbischof Becker hob in diesem Zusammenhang die Bedeutung des Gebets im Alltag hervor. Leider werde heute, etwa in den Familien, immer weniger gebetet. „Sind sich die Menschen bewusst, was sie aufgeben“, fragte der Erzbischof, denn das Gebet habe eine große Kraft.
Jedes Jahr nehmen mehrere hundert Menschen an Wallfahrten zum Grab Bruder Jordans teil. Alten- und Pflegeheime sowie andere karitative Einrichtungen, wie Werkstätten und Schulen, sind nach ihm benannt.
Bruder Jordan Mai wurde 1866 in Buer (Gelsenkirchen) geboren und trat 1895 in den Franziskaner-Orden ein. Seit 1907 lebte und wirkte er im Dortmunder Franziskanerkloster. Das Bruder-Jordan-Werk hat sich zur Aufgabe gemacht, die Verehrung Bruder Jordans zu begleiten und lebendig zu erhalten.