Weihbischof em. Paul Consbruch Paderborn, 2. Februar 2012. In der Nacht zum Donnerstag starb nach schwerer Krankheit Weihbischof em. Paul Consbruch im Alter von 81 Jahren. In seiner Reaktion würdigte Erzbischof Hans-Josef Becker das vielfältige Engagement des langjährigen Weihbischofs im Erzbistum Paderborn. Weihbischof em. Consbruch habe als Seelsorger die Sorge um den Menschen in den Mittelpunkt seines priesterlichen Dienstes gestellt, sei „Seelsorger mit Leib und Seele“ gewesen. Als Bischofsvikar für Aufgaben der Weltkirche und Weltmission sowie für Institute des geweihten Lebens und für Gesellschaften des apostolischen Lebens habe er Impulse im Erzbistum und in der Weltkirche gesetzt und Kontakte gepflegt.
Als Priester und Bischof sei Weihbischof em. Consbruch stets ein „treuer und verlässlicher Zeuge des Evangeliums“ gewesen, „der sich vor keiner Arbeit scheute und immer mit großem Ernst, Eifer und Disziplin seine unterschiedlichen Aufgaben wahrnahm“, so Erzbischof Becker.
Am 2. Mai 1930 wurde Weihbischof em. Paul Consbruch in Gütersloh geboren. Nach dem Abitur 1950 in Bielefeld und dem anschließend in Paderborn und Freiburg im Breisgau absolvierten Studium der Philosophie und Theologie empfing er am 26. Mai 1955 in Paderborn das Sakrament der Priesterweihe durch Erzbischof Dr. Lorenz Jaeger. Weihbischof em. Paul Consbruch konnte somit im Jahr 2005 sein Goldenes Priesterjubiläum begehen.
Als Priester wirkte Consbruch zunächst in der Pfarrei St. Pankratius in Gütersloh und ab 1955 an der Stadtkirche St. Peter in Geseke. 1960 kam er in die Gemeinde St. Michael in Brakel und wurde zugleich Dekanatsjugendseelsorger. 1967 wurde er zum Pfarrer der Pfarrei St. Johannes Baptist in Beverungen ernannt, 1977 zusätzlich zum Verwalter der Kirchengemeinde St. Maria Magdalena in Drenke. 1978 wurde Consbruch zum Regionaldekan für das Hochstift Paderborn gewählt.
Wappen von Weihbischof em. Paul Consbruch Papst Johannes Paul II. ernannte Consbruch am 15. November 1980 zum Titularbischof von Gor und Weihbischof in Paderborn. Am 8. Februar 1981 empfing er von Erzbischof Dr. Johannes Joachim Degenhardt im Hohen Dom zu Paderborn die Bischofsweihe. Somit konnte Weihbischof Consbruch im Februar 2011 sein 30-jähriges Bischofsjubiläum begehen. Im Jahr 1981 wurde er Domkapitular und Wirklicher Geistlicher Rat. Im Jahr 1999 wurde Consbruch von seinen Aufgaben als Weihbischof in Paderborn entpflichtet. Er führte allerdings seinen Dienst als Bischofsvikar für die Weltmission fort. Im März 2005 verabschiedete Erzbischof Hans-Josef Becker den langjährigen Weihbischof aus seinen Ämtern.
Wir feiern eine Vesper für den Verstorbenen am Mittwoch, dem 8. Februar 2012, um 19 Uhr im Hohen Dom zu Paderborn.
Die hl. Eucharistie für den Verstorbenen (Requiem) wird gefeiert am Donnerstag, dem 9. Februar 2012, um 9 Uhr im Hohen Dom zu Paderborn.
Die Verabschiedung (mit Einsegnung) beginnt um 15.00 Uhr in der Katholischen Pfarrkirche St. Johannes Evangelist zu Stockkämpen bei 33790 Halle. Die Beerdigung findet im Anschluss daran statt auf dem unmittelbar bei der Pfarrkirche gelegenen Friedhof.
Lebenslauf von Weihbischof em. Paul Consbruch Paderborn
Am 1. Februar starb Weihbischof em. Paul Consbruch im Alter von 81 Jahren. Im Folgenden geben wir in tabellarischer Form seinen Lebenslauf wieder.
Geboren am 2.5.1930 in Gütersloh
Abitur 1950 in Bielefeld
Studium der Philosophie und Theologie in Paderborn und Freiburg im Breisgau
Priesterweihe am 26. Mai 1955 durch Erzbischof Dr. Lorenz Jaeger
Aushilfsgeistlicher in St. Pankratius Gütersloh und St. Peter Geseke
ab September 1955 zweiter Vikar in St. Peter Geseke
ab April 1960 Vikar in St. Michael Brakel, zugleich Dekanatsjugendseelsorger
ab 1965 Pfarrverweser in St. Michael, Brakel
ab Januar 1967 Pfarrer in St. Johannes Bapt., Beverungen, zusätzlich Dekanatspräses der Frauenseelsorge und für die Caritas im Dekanat Beverungen
1977 zusätzlich Verwalter der Kirchengemeinde St. Maria Magdalena Drenke
1978 Regionaldekan für das Hochstift Paderborn
15. November 1980 Ernennung zum Titularbischof von Gor und Weihbischof in Paderborn durch Papst Johannes Paul II.
Bischofsweihe am 8. Februar 1981; Titularbischof von Gor und Weihbischof in Paderborn
1981 Domkapitular, Wirklicher Geistlicher Rat
1992 Bischofsvikar für Weltmission
1999 Entpflichtung von seinen Aufgaben als Weihbischof unter Beibehaltung seiner Aufgaben als Bischofsvikar für Weltmission
2004 Entpflichtung von seinen Aufgaben als Bischofsvikar für Weltmission
2005 Erzbischof Hans-Josef Becker verabschiedet den langjährigen Weihbischof aus seinen Ämtern
2011 30-jähriges Bischofsjubiläum