Jahrestagung des Paderborner Diözesanverbandes der Katholischen Frauengemeinschaft

Bei der kfd-Diözesanversammlung beschlossen die Delegierten, sich für die Postkartenaktion „Solidarisch und gerecht“ stark zu machen. Mit den Postkarten sollen die Bundestagsabgeordneten dazu bewegt werden, die rentenpolitischen Forderungen im neuen Koalitionsvertag zu verankern.Foto: kfd-Diözesanverband PaderbornPaderborn/Soest. 14. November 2017. Vorbereitungen auf die anstehenden Wahlen in den Bezirken und die Unterstützung der bundesweiten Postkartenaktion für eine Rentenreform nach dem Modell der katholischen Verbände waren Eckpunkte der diesjährigen Versammlung des Paderborner Diözesanverbandes der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd). Unter den rund 70 Bezirks- und Regionalvorsitzenden aus dem ganzen Erzbistum Paderborn konnte die Vorsitzende Katharina Brechmann aus Paderborn zahlreiche neue Delegierte in der Soester Stadthalle begrüßen.  

„Vakanzen entstehen am häufigsten dort, wo es keine Bezirksteams gibt“, brachte die stellvertretende Vorsitzende Inge Dahlbüdding-Heintel aus Hagen eine große Herausforderung der kfd-Arbeit auf den Punkt. „Wie in allen Verbänden wird es in der kfd zunehmend schwieriger, Ehrenamtliche zu finden, die auf Bezirks- und Ortsebene Verantwortung in den Vorständen übernehmen“. Petra Tölle aus Lichtenau, ebenfalls stellvertretende Vorsitzende, berichtete vom besonderen Engagement ehren- und hauptamtlicher Frauen im Diözesanverband. Seit Herbst letzten Jahres habe das Diözesanleitungsteam 20 kfd-Gemeinschaften mit Zukunftswerkstätten und Gesprächen unterstützt. Man hoffe, dass mit begeisterten kfd-Frauen „frischer Wind“ in die Arbeit vor Ort käme. Einstimmig beschlossen die Delegierten die Bildung eines Ausschusses, der die Zukunft der Regionalebene in den Blick nehmen soll. Die beiden Vize-Vorsitzenden bilanzierten den großen Erfolg der dreijährigen Mitgliederwerbekampagne unter dem Leitwort „Frauen.Macht.Zukunft. „Wir haben bundesweit 32.341 neue Mitglieder, davon 7.300 in unserem Diözesanverband gewonnen. Darauf können wir mit Recht stolz sein.“  

Einstimmig beschlossen die Vertreterinnen, sich für die Postkartenaktion „Solidarisch und gerecht“ stark zu machen. Seit 15 Jahren setzt sich die kfd mit anderen katholischen Verbänden dafür ein. Es geht um eine gerechtere Alterssicherung, vor allem für Frauen – detaillierte Infos unter www.buendnis-sockelrente.de. Die Postkarten sollen an Bundestagsabgeordnete geschickt werden, mit dem Ziel, die rentenpolitischen Forderungen im neuen Koalitionsvertag zu verankern. Die Delegierten erklärten sich bereit, die Aktionsidee zu bewerben, die bestellten Postkarten bei geeigneten Anlässen unterschreiben zu lassen und sie an ihre Politiker und Politikerinnen zu schicken.  

Die geistliche Begleiterin des Diözesanverbandes, Christa Mertens, und Diözesanpräses Roland Schmitz kündigen für das nächste Jahr die Alternative Diözesanwallfahrt an. „Sie führt am 2. Juni 2018 zur Freilichtbühne Elspe. Maximal 4.000 Frauen können am Gottesdienst teilnehmen. Zur Aufführung kommt das Leben der Apostelin Thekla. Die stellvertretende Bundesvorsitzende Professorin Agnes Wuckelt aus Elsen ist Autorin und Regisseurin. Sie freut sich auf Frauen, die Freude am Spiel auf der Bühne haben.  

Die kfd-Frauenkirche mit besonderen spirituellen Angeboten findet für ein Jahr ihren Ort in der neu gestalteten Kirche der Jugend in Hardehausen. Die Verantwortlichen, Christa Mertens und Roland Schmitz, luden zur ersten Begegnung am Montag, 27.November 2017, um 19 Uhr ein.   Die Vertreterinnen Ständiger Ausschüsse auf Bundesebene und des Müttergenesungswerkes informierten die Versammlung über aktuelle Themen und Inhalte. Im Bildungsprogramm des Diözesanverbandes gibt es dazu abrufbare Angebote für die kfd-Gemeinschaften und -Bezirke.

Katharina Brechmann verabschiedete die Delegierten der Diözesanversammlung am frühen Abend. Gestärkt im Miteinander und mit neuen Ideen und Anregungen für ihr ehrenamtliches Engagement bedankten sich die kfd-Frauen für den gut strukturierten Tag in Soest.