500. Mitglied des Franz-Stock-Komitees

Der Vorsitzende des Franz-Stock-Komitees, Pfarrer Stephan Jung, gratuliert den Mitgliedern Nummer 500 und 501 (v.l.): Pfarrer Stephan Jung, Karin und Herbert van Raay.Foto: Thomas BertramArnsberg-Neheim, 8. August 2017. "Er ist nicht nur ein Name, er ist ein Programm!" – das sagte Angelo Giuseppe Roncalli, der damalige Apostolische Nuntius in Frankreich und spätere Papst Johannes XXIII. bei der Einsegnung des verstorbenen Abbé Franz Stock. Der Priester, der aus dem Erzbistum Paderborn stammt, gilt als bedeutender Wegbereiter der deutsch-französischen Freundschaft. Angesichts des Glaubenszeugnisses von Franz Stock wundert es nicht, dass auch das Franz-Stock-Komitee für Deutschland, das seinen Sitz in Arnsberg, dem Heimatort Franz Stocks, hat, immer mehr wächst: Jetzt konnte das 500. Mitglied begrüßt werden – Tendenz steigend.      

Eine vom Franz-Stock-Komitee angebotene Fahrt auf den Spuren von Franz Stock in Frankreich Ende Juni 2017 hat viele der Mitfahrenden, die noch nicht Mitglied im Komitee waren, dazu angeregt, sich weiterhin intensiv für die Förderung des mit dem Wirken und der Person von Franz Stock verbundenen Gedankenguts einzusetzen. Ein erster Schritt bestand darin, Mitglied im Franz-Stock-Komitee zu werden. So können Karin und Herbert van Raay aus Arnsberg-Neheim nun von sich behaupten, das 500. und 501. Mitglied geworden zu sein. Der Vorsitzende des Franz-Stock-Komitees, Pfarrer Stephan Jung, begrüßte das Ehepaar im Kreise des Komitees, bedankte sich bei ihnen – stellvertretend auch bei den weiteren sechs Neumitgliedern – für ihr Engagement und überreichte als kleines Präsent die kürzlich ins Deutsche übersetzte Franz-Stock-Biographie von Raymond Loonbeek „Franz Stock – Menschlichkeit über die Grenzen hinweg“. So können Karin und Herbert van Raay jetzt untereinander ausmachen, wer die erste Hälfte von Tausend vervollständigt hat und wer die zweite Hälfte beginnt – das Teilen der Lektüre des Buches dürfte zumindest kein Problem darstellen. Das nächste Mitglied hat sich auch bereits angemeldet, und zwar aus Tettnang (Bodenseekreis) – ein deutliches Zeichen, dass das Glaubenszeugnis von Abbé Franz Stock weit über die Region hinaus wirkt.      

Text und Fotos: Thomas Bertram                  

Hintergrund: Abbé Franz Stock  
Abbé Franz Stock stammt aus Arnsberg-Neheim aus war während des Zweiten Weltkriegs unter anderem Gefangenenseelsorger im besetzten Paris, bevor er das „Stacheldrahtseminar“ in Chartres gründete und als Regens leitete. In seiner Zeit als Seelsorger in den Wehrmachtsgefängnissen in Paris ließ Abbé Franz Stock die Gefangenen nicht im Stich und begleitete viele von ihnen zur Hinrichtung. Auch als Regens war Abbé Stock trotz angeschlagener Gesundheit ein unermüdlicher Seelsorger, dem die Seminaristen vertrauten. Von 2009 bis 2013 fand im Erzbistum Paderborn der kanonische Informativprozesses zur Seligsprechung von Abbé Franz Stock statt. Die dabei zusammengetragenen 16.000 Seiten an Dokumenten über das Leben des Priesters werden jetzt in Rom weiter bearbeitet. Viele Gläubige aus Frankreich und Deutschland, die sich für eine Seligsprechung von Abbé Franz Stock eingesetzt haben, hoffen somit weiter auf den erfolgreichen Abschluss des Seligsprechungsverfahrens in Rom.