Christliches Handeln in der Stadt

Lichtmesstreffen zur Krankenhausseelsorge

Propst Andreas Coersmeier überreichte beim Gottesdienst zum Lichtmesstreffen Kerzen an Vertreterinnen und Vertreter der zehn Pastoralen Räume in Dortmund.pdpDortmund, 2. Februar 2018. Das Bibelwort „Ich war krank und ihr habt mich besucht“ (Mt 25,36), stand am Freitag über dem Lichtmesstreffen der Katholischen Stadtkirche. Dabei ging es um christliches Handeln in der Stadt am Beispiel der Krankenhausseelsorge.

Diese sei heute viel mehr als nur ein Set bestimmter christlicher Riten, erläuterte  Pfarrer Thomas Müller, Seelsorger am St.-Johannes-Hospital. Es gehe um die Begegnung von Mensch zu Mensch bei der Haupt-, Neben- und Ehrenamtliche eng zusammenarbeiten würden.

Mehr als 150 der eingeladenen Mitglieder aus Pfarrgemeinderäten und Kirchenvorständen, Priester und Gemeindereferentinnen, -referenten sowie Gemeindeassistenten waren am Freitag zum Gottesdienst in der Propsteikirche und zum anschließenden „Abend der Begegnung“ gekommen. Im Gottesdienst hatte Propst Andreas Coersmeier den Vertretern aus den zehn Pastoralen Räumen in Dortmund jeweils eine Kerze überreicht.

Krankenhausseelsorge war das Thema beim diesjährigen Lichtmesstreffen der Katholischen Stadtkirche (v.l.): Propst Andreas Coersmeier, Christoph Schulte, ev. Pfarrer Olaf Kaiser, Pfarrer Thomas Müller, Martina Niedermaier, Marianne Piekarski, Ulrike Hasselbeck und Pfarrer Frank Wecker.pdpImpulse zum Thema des Abends gaben im Anschluss Pfarrer Frank Wecker, Diözesanbeauftragter für die Krankenhausseelsorge und Seelsorger am Klinikum Dortmund, Martina Niedermaier, Seelsorgerin am Klinikum Dortmund sowie Pfarrer Thomas Müller, Seelsorger am St.-Johannes-Hospital. Außerdem beteiligten sich ehrenamtliche Helferinnen sowie der evangelische Krankenhausseelsorger Olaf Kaiser. Er beschrieb vor allem die gute Ökumene der Seelsorge im Krankenhaus. „Alles, was zusammen geht, machen wir auch gemeinsam“, sagte er.

Nach Ulrike Hasselbeck, stellvertretende Bundes- und Diözesanvorsitzende der Grünen Damen, ist die ehrenamtliche Krankenhaus-Hilfe heute wichtiger denn je. Mehr Einpersonenhaushalte, ältere Patienten mit ebenfalls älteren Angehörigen und Patienten, die zu besonderen Behandlungen von weit her kommen, seien Gründe dafür, dass viele Kranke nur wenig Besuch erhalten würden.  

„Diese freuen sich sehr, wenn jemand kommt, der einfach nur zuhört“, berichtete Marianne Piekarski von den Grünen Damen am Klinikum Dortmund. Auch kleine Besorgungen, ein Buch aus der Bücherei und im Notfall ein Kleidungsstück aus der Kleiderkammer würden dazu beitragen, den kranken Menschen den Aufenthalt in der Klinik zu erleichtern. Die Motivation zu diesem ehrenamtlichen Dienst komme aus ihrer christlichen Überzeugung aber auch ganz allgemein aus einer Liebe zu den Menschen, erklärte sie.