Wallfahrt der Schlesier mit Bischof Dr. Wiesemann

Der Speyerer Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann (4.v.r.) feiert am Sonntag das Pontifikalamt anlässlich der Wallfahrt der Schlesier.Werl, 27. Juni 2011. Zum Gnadenbild Marias, der Trösterin der Betrübten, pilgern täglich viele Menschen, um in der Basilika in Werl ihre Anliegen und Sorgen vorzutragen, aber auch, um Danke zu sagen. Besonders viele Pilger kaman anlässlich der Wallfahrt der Schlesier, die vom 25. bis 27. Juni in Werl begangen wurde. Das Pontifikalamt mit den Schlesiern feierte am Sonntag Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann aus Speyer, ehemaliger Paderborner Weihbischof.

Zusammen mit Prälat Dr. Wolfgang Rocholl, Pastor Richard Lippok, Pastor Walter Klose, Pater Konrad Liebscher und Pfarrer i. R. Helmut Rasel feierte er die heilige Messe, die von den Bonifatius-Bläsern aus Krefeld (Leitung: Gregor van der Sandt) mitgestaltet wurde. „Maria gibt Kraft, Heimat im Glauben zu finden, und sie hilft, die Heimat im Glauben zu bewahren.“ Mit diesen Worten ermutigte Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann dazu, sich an die Mutter Gottes zu wenden. Den Älteren sei die Vertreibung aus ihrer Heimat mit allem, was damals aufgegeben wurde, noch in Erinnerung: „Es war die Aufgabe Ihrer Generation, ein neues Leben zu beginnen“, sagte er. Dabei hätte der Glaube die Kraft gegeben, die innere Heimat nicht zu verlieren.

Nach dem Pontifikalamt nahm sich der Bischof Zeit für Gespräche mit den Wallfahrern.Ganz nah am Gnadenbild, denn die Messfeier konnte auf Grund des Wetters nicht wie ursprünglich geplant auf dem Kreuzwegplatz gefeiert werden, bekamen diese Worte ein ganz eigenes Gewicht. Gott sei an diesem Gnadenort in besonderer Weise da, so Bischof Dr. Wiesemann. „Kraft und Roter Faden für unser Leben ist der Glaube“, sagte er. Hierbei würde Maria helfen, diese Heimat immer wieder spürbar werden zu lassen.

Nach der Messfeier nahm sich der Bischof Zeit zum Gespräch mit den Pilgern. Im weiteren Verlauf des Wallfahrtstages boten sich Möglichkeiten, die Geschichte der Schlesier-Wallfahrten zu verfolgen, ein Konzert zu hören, oder Marienlieder zu singen. Viele Eindrücke und neue Impulse nahmen die Frauen und Männer, gestärkt durch die Feier der heiligen Messe und ein Gebet vor dem Gnadenbild, mit nach Hause. (Text und Bild: Julius Kolossa)