Freitag, 21. Juli 2017

15. Woche im Jahreskreis, 29. Kalenderwoche

Stundenbuch: 3. Woche Bd. Im Jahreskreis

Laurentius von Bríndisi, Ordenspriester, Kirchenlehrer (1619)

Hinweis:
Der hier zur Verfügung gestellte liturgische Kalender berücksichtigt nicht die Eigenfeiern im Erzbistum Paderborn. Ein Überblick über diese Eigenfeiern steht hier zur Verfügung.

Ex 11,10 - 12,14;
Ps 116,12-13.15-16b.17-18;
Mt 12,1-8

Lesung (Ex 11,10 - 12,14)

Gegen Abend sollt ihr die Lämmer schlachten.-
Wenn ich das Blut sehe, werde ich an euch vorübergehen



10


In jenen Tagen
   vollbrachten Mose und Aaron viele Wunder
   vor den Augen des Pharao,
aber der Herr verhärtete das Herz des Pharao,
sodass er die Israeliten nicht aus seinem Land fortziehen ließ.

1 Der Herr sprach zu Mose und Aaron in Ägypten:
2
Dieser Monat soll die Reihe eurer Monate eröffnen,
er soll euch als der erste unter den Monaten des Jahres gelten.

3


Sagt der ganzen Gemeinde Israel:
Am Zehnten dieses Monats
   soll jeder ein Lamm für seine Familie holen,
ein Lamm für jedes Haus.
4




Ist die Hausgemeinschaft für ein Lamm zu klein,
   so nehme er es zusammen mit dem Nachbarn,
   der seinem Haus am nächsten wohnt,
   nach der Anzahl der Personen.
Bei der Aufteilung des Lammes müsst ihr berücksichtigen,
   wie viel der Einzelne essen kann.

5
Nur ein fehlerfreies, männliches, einjähriges Lamm darf es sein,
das Junge eines Schafes oder einer Ziege müsst ihr nehmen.
6


Ihr sollt es bis zum vierzehnten Tag dieses Monats aufbewahren.
Gegen Abend
   soll die ganze versammelte Gemeinde Israel
   die Lämmer schlachten.

7

Man nehme etwas von dem Blut
   und bestreiche damit die beiden Türpfosten und den Türsturz
   an den Häusern, in denen man das Lamm essen will.
8


Noch in der gleichen Nacht soll man das Fleisch essen.
Über dem Feuer gebraten
   und zusammen mit ungesäuertem Brot und Bitterkräutern
   soll man es essen.
9

Nichts davon dürft ihr roh oder in Wasser gekocht essen,
   sondern es muss über dem Feuer gebraten sein.
Kopf und Beine dürfen noch nicht vom Rumpf getrennt sein.
10

Ihr dürft nichts bis zum Morgen übrig lassen.
Wenn aber am Morgen noch etwas übrig ist,
   dann verbrennt es im Feuer!

11





So aber sollt ihr es essen:
eure Hüften gegürtet,
Schuhe an den Füßen,
den Stab in der Hand.
Esst es hastig!
Es ist die Paschafeier für den Herrn
   - das heißt: Vorübergang des Herrn.

12



In dieser Nacht gehe ich durch Ägypten
   und erschlage in Ägypten
   jeden Erstgeborenen bei Mensch und Vieh.
Über alle Götter Ägyptens halte ich Gericht,
ich, der Herr.

13




Das Blut an den Häusern, in denen ihr wohnt,
   soll ein Zeichen zu eurem Schutz sein.
Wenn ich das Blut sehe,
   werde ich an euch vorübergehen
und das vernichtende Unheil wird euch nicht treffen,
   wenn ich in Ägypten dreinschlage.

14


Diesen Tag sollt ihr als Gedenktag begehen.
Feiert ihn als Fest zur Ehre des Herrn!
Für die kommenden Generationen
   macht euch diese Feier zur festen Regel!


Antwortpsalm (Ps 116,12-13.15-18)

R Den Kelch des Heils will ich erheben
und anrufen den Namen des Herrn. - R


12
Wie kann ich dem Herrn all das vergelten, *
was er mir Gutes getan hat?

13
Ich will den Kelch des Heils erheben *
und anrufen den Namen des Herrn. - (R)

15
Kostbar ist in den Augen des Herrn *
das Sterben seiner Frommen.

16a Ach Herr, ich bin doch dein Knecht, *
16b dein Knecht bin ich, der Sohn deiner Magd. - (R)

17
Ich will dir ein Opfer des Dankes bringen *
und anrufen den Namen des Herrn.

18
Ich will dem Herrn meine Gelübde erfüllen *
offen vor seinem ganzen Volk. - R


Evangelium (Mt 12,1-8)

Der Menschensohn ist Herr über den Sabbat

1

In jener Zeit ging Jesus an einem Sabbat durch die Kornfelder.
Seine Jünger hatten Hunger;
sie rissen deshalb Ähren ab und aßen davon.

2

Die Pharisäer sahen es
und sagten zu ihm: Sieh her,
deine Jünger tun etwas, das am Sabbat verboten ist.

3


Da sagte er zu ihnen:
   Habt ihr nicht gelesen,
   was David getan hat,
   als er und seine Begleiter hungrig waren
4


- wie er in das Haus Gottes ging
   und wie sie die heiligen Brote aßen,
   die weder er noch seine Begleiter,
   sondern nur die Priester essen durften?

5

Oder habt ihr nicht im Gesetz gelesen,
   dass am Sabbat die Priester im Tempel den Sabbat entweihen,
   ohne sich schuldig zu machen?
6
Ich sage euch:
Hier ist einer, der größer ist als der Tempel.

7

Wenn ihr begriffen hättet, was das heißt:
Barmherzigkeit will ich, nicht Opfer,
   dann hättet ihr nicht Unschuldige verurteilt;
8 denn der Menschensohn ist Herr über den Sabbat.