Freitag, 20. April 2018

3. Woche der Osterzeit, 16. Kalenderwoche

Stundenbuch: 3. Woche Bd. Fasten-/Osterzeit

Hinweis:
Der hier zur Verfügung gestellte liturgische Kalender berücksichtigt nicht die Eigenfeiern im Erzbistum Paderborn. Ein Überblick über diese Eigenfeiern steht hier zur Verfügung.

Apg 9,1-20; Ps 117;
Joh 6,52-59

Lesung (Apg 9,1-20)

Dieser Mann ist mein auserwähltes Werkzeug: Er soll meinen Namen vor die Völker tragen


1

In jenen Tagen
   wütete Saulus immer noch mit Drohung und Mord
   gegen die Jünger des Herrn.
Er ging zum Hohenpriester
2



und erbat sich von ihm
   Briefe an die Synagogen in Damáskus,
   um die Anhänger des neuen Weges,
   Männer und Frauen, die er dort finde,
   zu fesseln und nach Jerusalem zu bringen.

3
Unterwegs aber, als er sich bereits Damáskus näherte,
   geschah es, dass ihn plötzlich ein Licht vom Himmel umstrahlte.
4

Er stürzte zu Boden
und hörte, wie eine Stimme zu ihm sagte:
   Saul, Saul, warum verfolgst du mich?

5
Er antwortete: Wer bist du, Herr?

Dieser sagte: Ich bin Jesus, den du verfolgst.
6
Steh auf und geh in die Stadt;
dort wird dir gesagt werden, was du tun sollst.

7

Seine Begleiter standen sprachlos da;
sie hörten zwar die Stimme,
   sahen aber niemand.
8


Saulus erhob sich vom Boden.
Als er aber die Augen öffnete, sah er nichts.
Sie nahmen ihn bei der Hand
   und führten ihn nach Damáskus hinein.
9
Und er war drei Tage blind
und er aß nicht und trank nicht.

10

In Damáskus lebte ein Jünger namens Hananías.
Zu ihm sagte der Herr in einer Vision: Hananías!

Er antwortete: Hier bin ich, Herr.

11



Der Herr sagte zu ihm:
   Steh auf und geh zur sogenannten Geraden Straße
   und frag im Haus des Judas
   nach einem Mann namens Saulus aus Tarsus.
Er betet gerade
12

und hat in einer Vision gesehen,
   wie ein Mann namens Hananías hereinkommt
   und ihm die Hände auflegt, damit er wieder sieht.

13


Hananías antwortete:
   Herr, ich habe von vielen gehört,
   wie viel Böses dieser Mann
   deinen Heiligen in Jerusalem angetan hat.
14
Auch hier hat er Vollmacht von den Hohenpriestern,
   alle zu verhaften, die deinen Namen anrufen.

15


Der Herr aber sprach zu ihm: Geh nur!
Denn dieser Mann ist mein auserwähltes Werkzeug:
Er soll meinen Namen
   vor Völker und Könige und die Söhne Israels tragen.
16
Ich werde ihm auch zeigen,
   wie viel er für meinen Namen leiden muss.

17





Da ging Hananías hin
   und trat in das Haus ein;
er legte Saulus die Hände auf
und sagte: Bruder Saul, der Herr hat mich gesandt,
Jesus, der dir auf dem Weg hierher erschienen ist;
du sollst wieder sehen
   und mit dem Heiligen Geist erfüllt werden.

18

Sofort fiel es wie Schuppen von seinen Augen
   und er sah wieder;
er stand auf und ließ sich taufen.
19

Und nachdem er etwas gegessen hatte,
   kam er wieder zu Kräften.

Einige Tage blieb er bei den Jüngern in Damáskus;
20
und sogleich verkündete er Jesus in den Synagogen
   und sagte: Er ist der Sohn Gottes.


Antwortpsalm (Ps 117,1-2)

R Geht hinaus in die ganze Welt,
und verkündet allen das Evangelium! - R

Oder:

R Halleluja. - R


1
Lobet den Herrn, alle Völker, *
preist ihn, alle Nationen! - (R)

2
Denn mächtig waltet über uns seine Huld, *
die Treue des Herrn währt in Ewigkeit. - R


Evangelium (Joh 6,52-59)

Mein Fleisch ist wirklich eine Speise, und mein Blut ist wirklich ein Trank


52
In jener Zeit
   stritten sich die Juden
und sagten: Wie kann er uns sein Fleisch zu essen geben?

53


Jesus sagte zu ihnen: Amen, amen, das sage ich euch:
Wenn ihr das Fleisch des Menschensohnes nicht esst
   und sein Blut nicht trinkt,
   habt ihr das Leben nicht in euch.

54

Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt,
   hat das ewige Leben,
und ich werde ihn auferwecken am Letzten Tag.
55
Denn mein Fleisch ist wirklich eine Speise
und mein Blut ist wirklich ein Trank.

56

Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt,
   der bleibt in mir
   und ich bleibe in ihm.
57

Wie mich der lebendige Vater gesandt hat
   und wie ich durch den Vater lebe,
   so wird jeder, der mich isst, durch mich leben.

58




Dies ist das Brot, das vom Himmel herabgekommen ist.
Mit ihm
   ist es nicht wie mit dem Brot, das die Väter gegessen haben;
sie sind gestorben.
Wer aber dieses Brot isst,
   wird leben in Ewigkeit.

59
Diese Worte sprach Jesus,
   als er in der Synagoge von Kafárnaum lehrte.