19/12 - Professor Konkel zur Kontinuität von Ortstraditionen in Judentum, Christentum und Islam

„Einmal heilig, immer heilig.“ Mit diesem wissenschaftlichen Grundsatz beschäftigte sich Professor Dr. Michael Konkel am Montagabend, 18. Dezember, beim letzten Vortrag in der Reihe Montagsakademie vor den Weihnachtsferien. Das Ziel des Lehrstuhlinhabers für Altes Testament an der Theologischen Fakultät Paderborn war es, am Beispiel der Stadt Jerusalem aus heutiger Sicht die „Kontinuität von Ortstraditionen in Judentum, Christentum und Islam“ aufzuzeigen. Dabei machte er deutlich, dass „heilige Orte“ einer Religion selten aufgegeben, sondern in vielen Fällen von der Nachfolgereligion übernommen werden.  

„Der Grundsatz besagt im Kern, dass durch die Zeiten hindurch die Religionen an einem Ort wechseln mögen, die grundsätzliche Heiligkeit dieses Ortes aber meist bestehen bleibt“, erklärte Professor Konkel. Nur selten würden heilige Orte ausgelöscht und einer damnatio memoriae, also einer Verurteilung der Erinnerung, anheimgegeben. In der Regel inkorporiere und transformiere jede Religion die Traditionen ihrer Vorläufer, was insbesondere am Prozess der Übernahme heiliger Orte sichtbar werde. In Jerusalem belege das die Analyse drei prominenter Ortstraditionen: des jüdischen Tempels, der christlichen Grabeskirche und des islamischen Felsendomes.  

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