20/09 - KED: Diskussion um G 8 oder G 9 geht an eigentlichem Problem vorbei

Bonn/Paderborn, 20. September 2016. Die Katholische Elternschaft Deutschlands bezieht Stellung zu der derzeit geführten Diskussion um das Abitur nach acht oder neun Jahren (G8/G9). G8, wie es sich derzeit darstellt, laufe nicht gut. Es gehe aber letztendlich nicht um die Frage G8 oder G9, sondern darum, dass die Probleme, wie sie sich momentan an den Gymnasien darstellen, angegangen werden.

Ins Blickfeld der Diskussion sollte nach Ansicht der KED der Unterricht gerückt werden. Die Gymnasien seien betroffen von Unterrichtsausfall und Lehrermangel. „Hier müssen Verbesserungen erfolgen“, fordert Dr. Heermann, Vorsitzender der KED. Wichtig sei auch, die Lehrpläne anzupassen. Eine reine komprimierte Wissensvermittlung sei keine Lösung. Vielmehr sollten die Lehrer ihrem Bildungs- und Erziehungsauftrag gerecht werden, der aus Schülern sozial verantwortliche und auf das Leben in Beruf und Studium vorbereitete Menschen mache. „Das Kind, der Schüler sollte in den Mittelpunkt gestellt werden“, erklärt Dr. Heermann. Schule brauche Qualität. Die Frage sei deshalb: „Wie können wir die Qualität des Gymnasiums verbessern?“ Hier gelte es Lösungsansätze zu entwickeln.

Weder G8 noch G9 machten eine Aussage über die Qualität der gymnasialen Bildung, so Dr. Heermann. Es gehe nun nicht darum, übereilt und hektisch zu G 9 zurückzukehren. Wichtig sei vielmehr, das Bildungsangebot an den Gymnasien zu verbessern, indem dem Lehrernotstand entgegengewirkt wird und die Lehrpläne verbessert werden.