01/07 - „Ehe setzt eine verantwortliche und zurechenbare Entscheidung voraus“

„Eine große Mehrheit“ oder doch nur „ein Teil“? – Wie viele katholische Ehen in der Kirche tatsächlich ungültig geschlossen werden, weiß wohl niemand exakt zu bestimmen. Auch der Papst nicht. Für Dr. Rüdiger Althaus, Kirchenrechtsprofessor an der Theologischen Fakultät Paderborn, muss er das auch nicht: „Für das Bewusstsein, das Papst Franziskus mit seinen Aussagen zur möglichen Ungültigkeit selbst kirchlich geschlossener Ehen schaffen möchte, ist deren genaue Anzahl unwichtig.“

In der Diskussion, die Papst Franziskus mit seinen Äußerungen vor einigen Tagen bei einer Konferenz zur Familienpastoral in Rom entfacht hatte, seien vielmehr die Gründe von Bedeutung, aus denen heraus eine Ehe nichtig sein kann, sagt Professor Althaus. „Ich denke zum einen an die sogenannten Mängel im Willen, konkret. Es ist heute nicht selten anzutreffen, dass für einen Partner die Ehe nur so lange dauert wie die Liebe – oder was immer dafür gehalten wird – hält oder dass er für seine Ehe Kinder ablehnt, weil diese die persönliche Lebensgestaltung beeinträchtigen.“  

Hier geht es zur vollständigen Meldung der Theologischen Fakultät Paderborn.