11/02 - Gedenkstätte in Bochum soll an Abbé Franz Stock erinnern

Bochum, 11. Februar 2016. In der Kirche Heilige Familie (Heimkehrer-Dankeskirche) entsteht eine neue Gedenkstätte, die dauerhaft dort an das Leben und Wirken des Priesters des Erzbistums Paderborn und Glaubenszeugen Abbé Franz Stock erinnern soll. Franz Stock gilt als Wegbereiter der Deutsch-Französischen Freundschaft.

Die Weihe der Gedenkstätte ist für Sonntag, 21. Februar, vorgesehen. Um 10 Uhr wird der Paderborner Domkapitular, Vize-Offizial Prof. Dr. Rüdiger Althaus, Erzbischöflicher Delegat im Seligsprechungsverfahren für Abbé Franz Stock, einem Hochamt in der Kirche an der Karl-Friedrich-Straße 109 vorstehen. Im Rahmen dieser Eucharistiefeier wird auch die Weihe der Gedenkstätte vollzogen. Im Anschluss an den Gottesdienst hält Althaus die zweite der insgesamt fünf Fastenpredigten zum „Heiligen Jahr der Barmherzigkeit“ in der Kirche. Dabei spricht er zum Thema „... ICH war im Gefängnis und IHR seid zu mir gekommen.“ (Mt 25,36). Nach der Fastenpredigt sind alle Gläubigen zum Fastenessen (zum Selbstkostenbeitrag) und zur Begegnung ins nahegelegene Gemeindeheim eingeladen.

Im Frühjahr 2015 wurde in der Heimkehrer-Dankeskirche die Wanderausstellung „Frieden als Auftrag“ über das Leben und Wirken des Abbé Franz Stock mit einem umfangreichen Begleitprogramm über zwei Wochen präsentiert.

Die Heimkehrer-Dankeskirche in Weitmar wurde in den Jahren 1958/59 auf entscheidende Initiative von Pfarrer August Halbe errichtet. Nach seiner Heimkehr aus einer fünfjährigen Kriegsgefangenschaft im Ural begann er zusammen mit 20 weiteren ehemaligen Kriegsgefangenen den Bau der Kirche. Im Dezember 1959 weihte der damalige Essener Bischof Dr. Franz Hengsbach die Kirche, die seit 2005 unter Denkmalschutz steht. Für viele Menschen ist die Heimkehrer-Dankeskirche ein Ort der Erinnerung und ein Mahnmal für Frieden und Aussöhnung unter den Völkern. Öffentliche Führungen finden an jedem ersten Sonntag eines Monats um 11 Uhr statt.