26/03 - Pilgern war das beste Projekt

Firmprojekt auch nach der Firmung: elf Jugendliche fahren mit Gerhard Freund aus dem Pfarrgemeinderat und Gemeindereferentin Ute Herrmann-Brockhaus aus dem Pastoralverbund Bad Lippspringe-Schlangen nach Lourdes.Malteser/SchlichterPaderborn. Da war kein Durchkommen auf den Bahnsteigen in Fahrtrichtung Muttergottes. Am Donnerstagmorgen suchten in den Bahnhöfen zwischen Altenbeken und Hagen viele Menschen ihren Platz im Pilger-Sonderzug. Mit den Maltesern ging es auf zur 35. Familienwallfahrt nach Lourdes. „Freude der Mission“ lautet das Motto der Wallfahrtssaison in diesem Jahr. Die Freude war den vielen Pilgern, ob nun Jugendliche oder Senioren, Gesunden oder Kranken, anzumerken. Neben aller Geschäftigkeit, Koffer und Taschen, Rollstühle und Gehwagen, Pilgermaterial und Malteser-Ausrüstung zu verstauen, lag über all den Zusteigeorten für den 15 Waggons langen Sonderzug eine ganz gespannte Vorfreude. Viele waren schon öfter mit den Maltesern unterwegs, für sie gehört die Lourdesfahrt zum Beginn der Karwoche dazu. Aber auch wieder viele neue waren mit dabei, unter anderem in der Gruppe der 143 Jugendlichen.

Abfahrt des Pilgerzuges mit geistlicher Begleitung: Malteser Diözesanseelsorger Msgr. Prof Dr. Peter Schallenberg, Winni Pankoke, Manfred Müller, Stephan Graf von Spee, Wallfahrtsleiter Thomas Ohm aus Dortmund, Weihbischof Matthias König, Diakon Otto Balkhausen.Malteser/Schlichter„Viele haben mir davon erzählt, wie toll das sein soll, da will ich mir jetzt doch eine eigene Meinung bilden“, erzählte Lea Freund aus Bad Lippspringe über ihre Motivation. Früh war sie aufgestanden, um mit ihrem Vater Gerhard, der im Pastoralverbund im Pfarrgemeinderat engagiert ist, zum Paderborner Bahnhof zu kommen. Gemeinsam mit zehn weiteren Firmlingen stieg die 14-Jährige in den Zug nach Lourdes. Die Fahrt, bei der sie unter anderem die 16-Jährige Christin Schäfers aus Schlangen und der 15-Jährige Dominik Wasschik aus Lippspringe begleiteten, war von Gemeindereferentin Ute Herrmann-Brockhaus angeboten worden. Das Besondere dabei: Sie läuft als eines der Firmprojektgruppen noch nach, obwohl Weihbischof Hubertus Berenbrinker die Jugendlichen bereits Ende Februar gefirmt hat. „Das war einfach das beste Projekt“, erzählt Christin Schäfers, wieso sie sich noch angemeldet hat.

Lange 31 Stunden ist der Zug mit den 625 Pilgern unterwegs, bis er am Freitag in Lourdes ankommt. Nach dem Pilgergottesdienst mit dem Paderborner Weihbischof Matthias König in Trier am Donnerstagnachmittag fuhr der Zug die Nacht durch. Die Pilger wurden dabei von dem etwa 100-köpfigen Malteserteam betreut, das sich nicht nur in den beiden Krankenwaggons um die 45 Behinderten und Pflegebedürftigen kümmerte. Dort hatten Valerie Gräfin von Magnis und Constantin Graf Droste zu Vischering die Leitung übernommen. Auch Unterhaltung und Pilgerprogramm war unterwegs geboten. So lautstark drang der Gesang aus manchen Abteilen, dass einige Reisende auf den Bahnhöfen zwischen Paderborn und Hagen bereits verwundert schauten, als der Pilgerzug durchfuhr.

Am Freitag stoßen die 184 Pilger, die morgens in Paderborn/Lippstadt mit dem Flugzeug aufgebrochen sind, zur Gruppe dazu. Bereits am Nachmittag startet die große Gruppe dann zur ersten Prozession an der gekrönten Madonna in Lourdes. Mit viel Freude, das ist sicher.

Text: Malteser/Schlichter