24/09 – Bundestagspräsident Norbert Lammert sprach in Schwerte über Menschenrechte

Paderborn/Schwerte, 24. September 2014. Bundestagspräsident Norbert Lammert sprach am vergangenen Sonntag in der Katholischen Akademie Schwerte zum Thema Menschenrechte. Er machte deutlich, dass sowohl die UN-Menschenrechtscharta als auch die zentrale Bedeutung der Menschenwürde im Grundgesetz das Ergebnis eines langen historischen Entwicklungsprozesses seien, der nicht zuletzt durch die Katastrophen-Erfahrungen des Zweiten Weltkriegs begründet sei. Lammert ging unter anderem auch auf den Umgang mit der Unterbringung von Flüchtlingen in deutschen Kommunen ein. Der Einsatz für die Menschenrechte sei nicht nur im Kontext von Staaten dringend notwendig, in denen diese Menschenrechte keine Geltung besäßen, vielmehr sei dieser Einsatz auch in demokratischen Gemeinwesen unverzichtbar.

Die Rede von Bundestagspräsident Norbert Lammert war der thematische Schluss- und Höhepunkte der Tagung „Menschenwürde – auch hinter Gittern“, die von der christlichen Menschenrechtsorganisation ACAT (Aktion der Christen für die Abschaffung der Folter) und der Katholischen Akademie Schwerte durchgeführt wurde. Die Mitglieder von ACAT Deutschland setzen sich seit 30 Jahren für die Abschaffung von Folter und Todesstrafe ein und arbeiten für die Verbesserung der Situation der Gefangenen. Schwerpunkt der Arbeit ist Afrika. Im Rahmen der Schwerter Tagung wurden die aktuelle Lage in Westafrika, Madagaskar und Peru untersucht und beeindruckende Beispiele christlichen Engagements für eine menschenwürdige Behandlung der Gefängnisinsassen vorgestellt.  

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