06/01 - Neujahrswort des Diözesankomitees

6. Januar 2014. Das Diözesankomitee auch zum Jahr 2014 ein Neujahrswort veröffentlicht. Darin werden vier Ereignisse genannt, die im Jahr 2013 auch die Katholiken im Erzbistum Paderborn beschäftigt hätten: die Wahl von Papst Franziskus, die Ereignisse im Bistum Limburg, die Pastoralwerkstatt zur Perspektive 2014 mit 400 Teilnehmern und schließlich die Seligsprechung von Maria Theresia Bonzel, der Gründerin der Olper Franziskanerinnen. Im folgenden dokumentieren wir den Text.


Von der Not berühren und von der Hoffnung begeistern lassen

Vier Ereignisse haben im Jahr 2013 auch die Katholiken im Erzbistum Paderborn beschäftigt: der historische Wechsel im Papstamt mit der Wahl des begeisternden Papst Franziskus, die Ereignisse im Bistum Limburg, die Pastoralwerkstatt zur Perspektive 2014 mit 400 Teilnehmern und schließlich die Seligsprechung von Maria Theresia Bonzel, der Gründerin der Olper Franziskanerinnen.

Papst Franziskus rückt die zentrale Botschaft des Christentums wieder in den Mittelpunkt.

Deshalb wünschen wir uns für das kommende Jahr, dass wir alle ein wenig wie Papst Franziskus werden und von seiner Hinwendung zu den Armen und von seiner einfachen und glaubwürdigen Art, aber auch von seiner Freude am Glauben lernen. Dieser Papst will die Kirche grundlegend verändern. Er sagt:  „Mir ist eine verbeulte Kirche, die verletzt und beschmutzt ist, weil sie auf die Stra­ßen hinausgegangen ist, lieber, als eine Kirche, die aufgrund ihrer Verschlossenheit und ihrer Bequemlichkeit, sich an die eigenen Sicherheiten zu klammern, krank ist“. Franziskus stellt jedem Einzelnen und der Kirche insgesamt drängende Fragen und weist uns auf die Nöte unserer Zeit hin.

Wäre es nicht ein Zeichen, wenn sich in unserem Erzbistum Paderborn Verantwortliche aus Politik und Kirche auf allen Ebenen gemeinsam für die Aufnahme und Betreuung einer großen Zahl von Flüchtlingen in Kommunen und Kirchengemeinden einsetzen würden?

Dies würde sicher auch Maria Theresia Bonzel gefallen. Die Selige sollte für uns heute ein Vorbild im Glauben und in der tätigen Nächstenliebe sein. Sie hat konkrete Not gesehen und geholfen. Ihr Motto „Er führt, ich gehe!“ kann für uns alle Ansporn sein, die Verheißungen des Evangeliums ernst zu nehmen und gemeinsam an einer gerechteren Welt zu arbeiten.

Eine Konsequenz aus den Vorgängen im Bistum Limburg sollte eine größere Transparenz der Kirche im Hinblick auf Finanzen und Entscheidungsstrukturen sein. Mit Blick auf die vielfältigen Aufgaben können wir sehr gut begründen, wofür die Kirche Geld benötigt und wofür sie es sinnvoll im Sozial- und Bildungsbereich, in der Kultur, aber auch für die konkrete Seelsorge einsetzt.

Für das Erzbistum Paderborn endet im Jahr 2014 ein zehnjähriger Prozess zur Erarbeitung eines Zukunftsbildes, das für die konkrete Arbeit künftig leitend sein soll. Wir erhoffen uns von diesem Zukunftsbild, dass es die Arbeit in Gemeinden und Verbänden unterstützt und ihr eine neue hoffnungsvolle Orientierung gibt, dass es die gemeinsame Verantwortung von Laien und Priestern stärkt und dass es Mut macht zu Neuem.

Sehr viele Menschen im Erzbistum haben sich im zurückliegenden Jahr engagiert und Verantwortung übernommen. Besonders hervorheben möchten wir zum Wahljahr diejenigen, die als gewählte Vertreter in den Gremien der Kommunen und der Kirchen Verantwortung übernehmen und in zahlreichen Sitzungen und Beratungen ihre Zeit und Kraft für unser Gemeinwesen einsetzen.

Ihnen allen möchten wir herzlich für Ihren Einsatz danken.

Lassen wir uns im Jahr 2014 von der Not der Menschen bei uns und weltweit berühren, öffnen wir unser Herz und lassen wir uns von der Seligen Mutter Maria Theresia und von Papst Franziskus anstecken mit der Hoffnung auf eine bessere Welt.

Kathrin Jäger, Vorsitzende des Diözesankomitees im Erzbistum Paderborn

Ansgar Kaufmann, Vorsitzender des Diözesankomitees im Erzbistum Paderborn