06/06 - Neue Leitung im katholischen Rundfunkreferat beim WDR

Paderborn/Essen/Köln/Münster/Aachen, 6. Juni 2011. Neue Leitung im katholischen Rundfunkreferat beim WDR. Pfarrer Dr. Bert Gruber kehrt nach Aachen zurück.

Pater Dr. Philipp Reichling OPraem (47) wird neuer Rundfunkbeauftragter der katholischen Kirche beim Westdeutschen Rundfunk in Köln. Der Ordenspriester aus der Abtei Hamborn in Duisburg (Bistum Essen) verantwortet ab dem 1. Juli gemeinsam mit dem Münsteraner Theologen Klaus Nelißen (32) die kirchlichen Verkündigungssendungen in Hörfunk und Fernsehen der größten Sendeanstalt in der ARD. Das beschlossen die NRW-Bischöfe während einer gemeinsamen Tagung am Dienstag vergangener Woche in Düsseldorf. Reichling und Nelißen übernehmen die vielfältigen Aufgaben von Pfarrer Dr. Bert Gruber (65). Der Aachener Diözesanpriester leitete über zehn Jahre das katholische Rundfunkreferat beim WDR in Köln und widmet sich zukünftig ganz der Seelsorge in seiner Heimatstadt Aachen. Der redaktionellen, journalistischen Tätigkeit bleibt er weiterhin verbunden. 

Prälat Martin Hülskamp, der Leiter des Katholischen Büros in NRW, würdigte die Arbeit Grubers als „zuverlässigen wie kompetenten Beitrag zum Verkündigungsdienst der Kirche“. Hülskamp ist Mitglied im Rundfunkrat des WDR. Mit der Neubesetzung haben die Bischöfe die Bedeutung des Rundfunkreferates dadurch unterstrichen, dass sie den Stellenumfang erweitert haben. 

Pater Philipp Reichling ist Theologe und promovierter Kunsthistoriker. Seit einigen Jahren hat er einen Lehrauftrag an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum. Dort war er zuletzt mit einem Forschungsprojekt des „Käthe Hamburger Kollegs - Dynamiken der Geschichte der Religionen zwischen Asien und Europa“ betraut.

Klaus Nelißen ist Pastoralassistent des Bistums Münster und Absolvent der Katholischen Journalistenschule ifp in München. Nach seinem Theologiestudium in Münster und Berkeley, Kalifornien, volontierte er bei der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) in Bonn, Berlin und Brüssel.

Zu den Verkündigungsformaten der katholischen Kirche im WDR gehören Radiosendungen wie „Kirche in 1Live“, das „Geistliche Wort“, „Morgenandachten“, regelmäßige Gottesdienstübertragungen und das katholische „Wort zum Sonntag“ für die ARD aus dem Sendegebiet. Die Zusammenarbeit zwischen dem Katholischen Rundfunkreferat und den entsprechenden Redaktionen des  WDR beruht auf dem Landesrundfunkgesetz, wonach den Kirchen und den jüdischen Kultusgemeinden Sendezeit für religiöse Beiträge zur Verfügung gestellt wird.