05/10 - "Caritas in NRW" zur Neustrukturierung pastoraler Räume

05/10 - Eine Neubesinnung der Christen auf ihre soziale Verantwortung im nahen Umfeld fordert der Aachener Diözesan-Caritasdirektor Burkard Schröders in der neuen Ausgabe der Zeitschrift Caritas in NRW (4/2010). Die Pfarrgemeinden in den neu gebildeten, größeren pastoralen Räumen hätten „die Chance auf ein ‚Mehr‘ an gemeinsamer Inspiration von Engagierten und auf bereichernde Beziehungen zu Menschen, die Nöte jenseits des Rasters unseres Wohlfahrtsstaats haben“, betont Schröders. Ermutigende Beispiele zeigten, „dass gute karitative Initiativen auch viele Engagierte anziehen und zivilgesellschaftliche Verantwortung konkret umsetzbar machen“.

Der Münsteraner Pastoraltheologe Udo Schmälzle warnte hingegen im Zuge der aktuellen Neugestaltung von pastoralen Räumen vor einem Auseinanderdriften von Pfarrgemeinden und den Armen und Bedrängten. „Während sich der Lebensraum von Alten, Kranken, Alleinerziehenden und Hartz IV-Empfängern immer mehr verengt, rücken die Gemeindezentren immer weiter weg und werden gerade für die immobilen Alten und Kranken immer schwerer erreichbar“, sagte Schmälzle in einem Interview in derselben Ausgabe der Zeitschrift.

Als positives Beispiel berichtet „Caritas in NRW“ über die lebensraumorientierten Projekte einer Gruppe von Caritas-Ehrenamtlichen aus dem Erzbistum Paderborn: In Bad Arolsen (Dekanat Waldeck) organisiert die Caritas-Konferenz gemeinsam mit unterschiedlichen Kooperationspartnern wohnortnahe Unterstützungs- und Entlastungsdienste. Dazu zählen u. a. Kinderbetreuung für junge Mütter, Hausaufgabehilfe für Migrantenkinder oder einen Kochkurs für Trauernde.

Caritas in NRW ist die gemeinsame Zeitschrift der Diözesan-Caritasverbände Aachen, Essen, Köln, Münster und Paderborn mit Sitz in Düsseldorf. Die 52-seitige Zeitschrift kann kostenlos angefordert werden bei Caritas in NRW, Lindenstr. 178, 40233 Düsseldorf, Fax: 0211/51606625, oder per E-Mail: vertrieb@caritas-nrw.de.

Weitere Infos: www.caritas-nrw.de