16/03 - Bundesweiter Josefstag thematisiert "Jugendarmut"

„Jugendarmut", so lautet das diesjährige Motto des Josefstages, einem bundesweitem Aktionstag des Dachverbandes der katholischen Jugendverbände, dem BDKJ, der Bundesarbeitsgemeinschaft Katholische Jugendsozialarbeit und der Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Bischofskonferenz. Der Tag wird begangen am 19. März, dem Fest des hl. Josef, der in der Kirche als Patron der Arbeiter verehrt wird. Zu diesem Anlass besuchen Verantwortliche aus Politik und Kirche Einrichtungen der Jugendberufshilfe.

So wird der Leiter der Zentralabteilung Pastorales Personal, Monsignore Andreas Kurte, am 18. März in Paderborn mit Jugendlichen zum Thema „Ohne Moos nix los" ins Gespräch kommen, Veranstalter sind die katholischen Träger der Jugendberufshilfe in Paderborn, also IN VIA, die DPSG, der Diözesan-Caritas-Verband und das Kolping-Berufsförderungszentrum. Das Kolping-Bildungszentrum in Werl erwartet am 23. März Landesumweltminister Eckhard Uhlenberg zum Gespräch mit jungen Leuten.

Koordiniert wird der Josefstag im Erzbistum von der Diözesanarbeitsgemeinschaft Jugendsozialarbeit (DiAG JSA). Darin haben sich die Träger zusammengeschlossen, die auf dem Gebiet der Jugendsozialarbeit und der Jugendberufshilfe arbeiten, d. h. die benachteiligte junge Leuten ausbilden oder sie auf die Ausbildung vorbereiten.

„Wir wollen in diesem Jahr die Jugendarmut, ihre Ursachen und ihre Folgen zum Thema machen", erläutert Werner Sondermann, Diözesanbeauftragter für Jugendsozialarbeit im Erzbistum Paderborn das Anliegen des Josefstages. In Deutschland leben ca. 19 % der Jugendlichen und jungen Erwachsenen unter der Armutsgrenze. „Jugendliche sind arm, weil sie aus armen Familien kommen und sie bleiben es oft trotz erheblicher persönlicher Anstrengungen, weil es ihnen an Bildung mangelt. Deswegen haben sie – oft trotz erheblicher persönlicher Anstrengungen - kaum Chancen, beruflichen weiterzukommen", so Sondermann.

Deswegen fordert die DiAG zum Josefstag, dass die Qualifizierung der Jugendlichen praxisorientierter und der Sprachunterricht für ausländische Jugendliche mit Förderkursen kombiniert wird. Zudem sollen die Jugendlichen, die in einer Fördermaßnahme sind, besser betreut werden. Werner Sondermann: „Wir brauchen neue Formen von Arbeiten und Lernen, die auch schulmüden Jugendlichen Mut machen."

Die Einrichtungen katholischer Träger bieten Unterstützung an, die sich an den Lebenslagen der Jugendlichen orientiert. Zudem gibt es berufsorientierende, -vorbereitende und qualifizierende Angebote. „Als Teil der Kirche sind wir auch Anwalt der benachteiligten Jugendlichen und vertreten ihre Interessen gegenüber der Politik und anderen gesellschaftlichen Akteuren."

 16. März 2010, Pressemitteilung der DiAG JSA,  Verantwortlich:

Claudia Auffenberg, Pressereferentin der Kolping-Bildungswerk Paderborn gGmbH